Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Noch kein Ende im Bau-Tarifkonflikt: Die Schlichtung für das Bauhauptgewerbe mit seinen 890.000 Beschäftigten wurde am späten Donnerstagabend in Berlin unterbrochen. Das teilte die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit.

Robert Feiger (© IG BAU, Alexander Paul Englert)

Die Gespräche sollen am kommenden Mittwoch voraussichtlich in Berlin fortgesetzt werden. Der IG BAU-Bundesvorsitzende, Robert Feiger, sprach von „den schwierigsten Verhandlungen im Baugewerbe seit Jahren“. Als Schlichter vermittelt der Präsident des Bundessozialgerichts, Rainer Schlegel, zwischen den Tarifparteien. 

Es habe lediglich eine leichte Annäherung gegeben. In entscheidenden Punkten lägen die Positionen allerdings noch weit auseinander. Dies betreffe insbesondere die Regelung einer generellen Entschädigung für die Fahrzeiten zu den Baustellen, so Feiger. „Hier wird es mit uns keine ‚Light-Lösung‘ geben. Auch beim Lohn-Plus stehen die Arbeitgeber weiter auf der Bremse. Und das vor dem Hintergrund des seit langem anhaltenden Baubooms und der Rekordumsätze, die die Branche verzeichnet“, sagte der IG BAU-Branchenvorstand für das Bauhauptgewerbe, Carsten Burckhardt. Positiv bewertet die IG BAU die Ankündigung der Arbeitgeber, am Mindestlohn 2 im Westen – also am unteren Lohnsockel für qualifizierte Bauarbeiter – festhalten zu wollen. 

„Wir hoffen, dass die Arbeitgeber den Weg der Vernunft gehen und dass es uns gelingt, in der kommenden Woche die Steine aus dem Weg zu räumen. Aber es ist immer noch alles offen: Das Damoklesschwert eines bundesweiten Bau-Streiks schwebt nach wie vor über der Verhandlung“, machte Robert Feiger deutlich.

 

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