Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Der CO²-Fußabdruck eines Unternehmens (Corporate Carbon Footprint) wird in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Als Garten- und Landschaftsbauunternehmen gehören der Umgang mit Umwelt und Natur zum Alltag, die Branche schafft Grünflächen, Gärten und Parks und dennoch ist der Blick auf die eigene Klimabilanz für viele noch nicht selbstverständlich. Doch der Zeitpunkt wird kommen, wo öffentliche Auftraggeber und auch Privatkunden einen Blick darauf werfen und nach diesem Kriterium entscheiden.

Der CO²-Fußabdruck eines Unternehmens (Corporate Carbon Footprint) wird in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen und der Zeitpunkt wird kommen, wo öffentliche Auftraggeber und auch Privatkunden einen Blick darauf werfen und nach diesem Kriterium entscheiden. Am Projekt beteiligen sich 15 Mitgliedsunternehmen. (Bildquelle: VGL BW)

Deshalb hat der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e.V. (VGL) bereits im Sommer 2021 seinen Mitgliedsbetrieben ein Angebot gemacht, das am 14. September 2021 mit der Auftaktveranstaltung zum Projekt CO²-Fußabdruck startete.

Prozess angestoßen

Für die 4-teilige Schulung zusammen mit der FutureCamp Climate GmbH aus München, haben sich insgesamt 15 Unternehmen angemeldet. Darüber hinaus beteiligen sich der VGL sowie sein überbetriebliches Ausbildungszentrum in Heidelberg am Projekt. Ziel ist die Erstellung einer betrieblichen Start-Klimabilanz bis Ende des Jahres 2021 sowie die Erarbeitung der Grundlagen für eine betriebliche Klima-Berichterstattung mit dem Endziel der Klimaneutralität. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Klimaverantwortung wird in Zukunft auch für KMU immer wichtiger werden, denn für gewerbliche, öffentliche sowie private Auftraggeber spielt dies eine immer größere Rolle, auch hinsichtlich ihrer eigenen Klimabilanz. Die Schulung begleitet und etabliert den Prozess der Unternehmens-Nachhaltigkeit Schritt für Schritt, lässt ihn immer mehr zur Selbstverständlichkeit werden, wenn es beispielsweise um Materialeinkäufe, Energiequellen sowie die Umrüstung des betrieblichen Fuhrparks geht. Die eigenen Schwerpunkte des Kohlendioxidausstoßes werden konkret ermittelt und können auf diese Weise bewusst reduziert werden.

Das Ziel

Ökonomie, Ökologie und soziale Verantwortung sind dabei die drei Hauptpunkte, die es unter einen Hut zu bringen gilt. Die Themen CO²-Fussabdruck und Nachhaltigkeit werden zukünftig nicht nur zu einem der Hauptauswahlkriterien für Auftragsgeber werden, sondern mittelfristig auch eine Rolle bei der Vergabe von Krediten spielen. „Wir müssen jetzt auf diesen Zug aufspringen, eventuelle Fördermittel genieren und nicht nur unsere eigenen Dienstleistungen klimaneutral oder vielleicht sogar „klimapositiv“ werden lassen, sondern diese Messlatte auch bei unserer Zulieferindustrie anlegen. So behalten unsere Mitgliedsbetriebe weiterhin die Nase vorn“, erörtert Reiner Bierig, Geschäftsführer des VGL.

Schlussendlich wird aus diesem Projekt ein Leitfaden für alle Mitgliedsbetriebe hervorgehen und natürlich wird hierbei auch das Wirtschaften der Geschäftsstelle unter dem Gesichtspunkt der langfristigen Klimaneutralität unter die Lupe genommen.

 

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