Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Mit der Kampagne „Unhide the Champion“ macht die deutsche Forstwirtschaft auf ihre Bedeutung im Kampf gegen den Klimawandel aufmerksam. Als Vorkämpfer zeigt Elon Ast, CEO der fiktiven „Klimaschutz-AG“, auf, wie unerlässlich nachhaltig bewirtschaftete Wälder, Holz sowie die Menschen dahinter für den Kampf gegen die Erderwärmung sind.

Visuell arbeitet die Kampagne, die auf Reichweite über Social-Media-Posts und -Ads setzt, mit auffälligen Collage-Elementen. Zum Bruch des Förster-Klischees tragen auch eine provokante Tonalität und ein selbstbewusster Kampagnenlook bei. (Foto: Deutsche Forstwirtschaftsrat e.V. (DFWR))

Das Video zum Auftakt der Kampagne zeigt, wie sich Elon Ast, CEO einer fiktiven „Klimaschutz-AG“, auf seinen großen Auftritt vorbereitet. (Foto: SOMMER+SOMMER)

Selbstbewusst, provokant und mit einem kernigen Sympathieträger startete am 30. März die Kampagne „Unhide the Champion“ des aus dem Waldklimafonds der Bundesregierung geförderten Projekts „KliWaBe“, mit einem Projektteam angesiedelt beim Deutschen Forstwirtschaftsrat e.V. (DFWR).

Zum Auftakt ist in einem Video zu sehen, wie sich Elon Ast, der CEO einer fiktiven „Klimaschutz-AG“, auf seinen großen Auftritt vorbereitet. Mit markanten Sprüchen und kerniger Optik tritt Ast mit seiner „Aktiv-Gemeinschaft“ (AG) stellvertretend für die Forstwirtschaft in Erscheinung, um über die klimaschützenden Eigenschaften des Waldes und seiner nachhaltigen Bewirtschaftung aufzuklären.

Das Video ist unter u.a. Link auf YouTube zu sehen. Zudem erscheinen die Inhalte der Kampagne auf der u.a. Website sowie auf dem Instagram-Kanal „klimazukunft“. Der Schauspieler Christoph Büttner, auch unter dem Künstlernamen „Das Schlüttner“ bekannt, leiht Elon Ast sein Gesicht.

Visuell arbeitet die Kampagne, die auf Reichweite über Social-Media-Posts und -Ads setzt, mit auffälligen Collage-Elementen. Für Aufmerksamkeit sorgt eine offensichtliche Dissonanz: Elon Ast passt so gar nicht zu dem Bild vom zurückhaltenden Förster mit Hut und Dackel, welches viele seit Kindestagen und aus alten Heimatfilmen im Kopf haben. Zum Bruch mit dem vorhandenen Klischee tragen auch eine provokante Tonalität und ein selbstbewusster Kampagnenlook bei.

Der Waldklimafonds, aus dem das Projekt gefördert wird, wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gemeinsam getragen. Die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) fungiert als Projektträger.

Die Projektleitung liegt beim Deutschen Forstwirtschaftsrat e. V., dem Dachverband der deutschen Forstwirtschaft. „Der Wald, seine nachhaltige Bewirtschaftung und ihr Beitrag zum Klimaschutz haben es verdient, als Unterstützer im Kampf gegen den Klimawandel endlich wahrgenommen zu werden. Mit dieser Kampagne sollen der Gesellschaft die positiven Aspekte nachhaltiger Forstwirtschaft und der anschließenden Holzverwendung bewusstwerden“, äußert sich Georg Schirmbeck, Präsident des DFWR. Die Kampagne rückt diverse Forst-Akteure in den medialen Fokus, darunter Waldbesitzer, Förster sowie das Holzhandwerk und die Forstwissenschaft. Holzprodukte aus nachhaltiger Forstwirtschaft sind klimaneutral, da sie CO2 in Form von Kohlenstoff binden. Zudem ersetzt Holz Materialien mit schlechterer CO2-Bilanz wie Plastik und Beton oder bei Verbrennung Kohle und Erdgas und sichert die Versorgung vor Ort mit einem ökologischen, nachwachsenden Rohstoff. Daher lautet die Botschaft der Kampagne: Waldbewirtschaftung ist aktiver Klimaschutz!

Die Kampagne ist zunächst auf 21 Monate angelegt. Sie richtet sich nicht nur an Endverbraucher, die von den vielfältigen Angeboten und Leistungen des Waldes profitieren, sondern auch an Multiplikatoren und Entscheider im medialen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Raum. Der DFWR hatte die Kommunikationskampagne 2021 ausgeschrieben. Unter sechs Agenturen ging die Stuttgarter Kreativ- und Werbeagentur SOMMER + SOMMER siegreich hervor.

Kampagnenverantwortliche Jennifer Scherl sagt dazu: „Wir haben schon länger mit Auftraggebern aus der Forstwirtschaft zu tun. Deshalb wissen wir, dass dort viele zukunftsgewandte, engagierte Menschen am Werk sind, die nicht nur den Wald selbst, sondern mit ihm Zukunftsthemen wie eben Klima- und Ressourcenschutz sowie Bioökonomie aktiv mitgestalten. Es wird Zeit, dass diese grüne Branche auch so modern, aktiv und bedeutsam wahrgenommen wird, wie sie längst ist.“

Der dazugehörige Kampagnenspot wurde von SOMMER + SOMMER gemeinsam mit der Stuttgarter Filmproduktionsfirma POPCORN umgesetzt.

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