Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Aus Ton gebrannte Pflasterklinker zählen zu den traditionellen Baustoffen für hochwertige und langlebige Flächenbefestigungen im öffentlichen und privaten Bereich. Mit seiner Vielfalt an Farben, Formaten und Verlegemustern bietet das nachhaltige und langlebige Naturprodukt nahezu unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten.

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Repräsentative Außenflächengestaltung

Pflasterklinker werden sowohl zur Befestigung von innerörtlichen Verkehrsflächen wie örtliche Hauptstraßen, Wohnstraßen, befahrbare Fußgängerzonen und öffentliche Parkplätze als auch im Garten- und Landschaftsbau verwendet. Die widerstandsfähigen Tonklinker kommen vorwiegend dann zum Einsatz, wenn es um die Gestaltung repräsentativer Flächen im Außenbereich geht, die sich harmonisch in ihre Umgebung einfügen und das Wohnumfeld aufwerten. Bei den Farben der Pflasterklinker hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Neben traditionellen Rot-, Braun- und Orangetönen können lebendige Farben wie Blau oder Gelb sowie helle oder dunkle Trendfarben wie Hellgrau, Graphit oder Anthrazit produziert werden.

Interessante Langformate und versickerungsfähige Verlegung

Die hohe Materialfestigkeit von Pflasterklinker ermöglicht es, Riegel- und Langformate in Längen von bis zu 400 mm herzustellen. Hochkant verlegt erzeugt die sichtbare schlanke Breite der Riegelformate von 40 mm, 52 mm oder 71 mm ein interessantes Fugenbild. Neben dem bewährten Fischgrät- und Ellenbogenverband sind Läuferverbände möglich, bei denen Formatlängen von 400 mm, 360 mm, 320 mm, 280 mm und 240 mm kombiniert werden. Mit Einbindetiefen von 100 mm oder 115 mm gehört Klinkerpflaster in Hochkantverlegung zu den hochwertigsten Belägen überhaupt.

Pflasterklinker lassen sich mit Hilfe aufgeweiteter Fugen oder speziellen Sicker- oder Lochklinkern auch versickerungsfähig verlegen. Das wirkt der Versiegelung von Flächen entgegen, Niederschlagswasser kann in den Untergrund versickern und zur Grundwasserbildung beitragen.

Farbecht, unempfindlich und pflegeleicht

Durch und durch aus der jeweiligen Tonfarbe ohne chemische Zusätze gebrannt, sind Pflasterklinker farb- und lichtecht. Selbst nach Jahrzehnten der UV-Einstrahlung bleichen sie nicht aus. Auch starke Temperaturschwankungen, Schnee, Frost und Eis können dem dicht gebrannten Klinker wenig anhaben. Aufgrund der hochfesten keramischen Bindung sind Pflasterklinker zudem unempfindlich gegenüber Verschmutzung, Abrieb, Kratzer, Salz- oder Säureeinwirkung. Nicht ohne Grund sind die Strandpromenaden an der deutschen und belgischen Küste zu großen Teilen in Pflasterklinker ausgeführt. Natürlich lassen sich auch bei Pflasterklinker Gebrauchsspuren nicht ganz vermeiden, die für Keramik typische Patinabildung ist zum Teil sogar erwünscht. Anhaftende Verschmutzung oder Grünbildung können mit geeigneten mechanischen oder auch chemischen Mitteln entfernt werden. Bei der ungebundenen Regelbauweise lassen sich verschmutzte oder defekte Klinker einfach entnehmen, reinigen, umdrehen oder austauschen.

Nachhaltigkeit, Wiederverwendung und Recycling

Keramisches Klinkerpflaster ist wartungsarm, pflegeleicht und hat eine überdurchschnittlich lange Lebensdauer von bis zu mehr als 100 Jahren. Eine lange Nutzungsdauer schont die Ressourcen und ist Voraussetzung für eine positive Nachhaltigkeitsbewertung. Der Ton für die Pflasterklinkerproduktion stammt aus heimischen Tongruben, sodass lange Transportwege entfallen. Tongruben werden rekultiviert, bieten Tieren und Pflanzen neuen Lebensraum und tragen zur Biodiversität bei. Auch Energieverbrauch und CO2-Emissionen in der Produktion konnten durch Investitionen in innovative Öfen und Verfahren in den vergangenen Jahren deutlich gesenkt werden.

Gebrauchte Pflasterklinker sind wegen ihrer individuellen Optik ein gefragter Baustoff. Für Bauvorhaben im historischen Umfeld und im Denkmalschutz sind alte Pflasterklinker begehrt. Ist keine Wiederverwendung mehr möglich, sind die sortenrein rückbaubaren Ziegel ein gesuchter Wertstoff für technische Gesteinskörnungen im Straßen-, Wege- und Sportplatzbau oder für Vegetationssubstrat. Bei der Ziegelproduktion entstehender Brennbruch ist kein Abfall, sondern wird ebenfalls recycelt. Ziegelbruch oder Baustellenaushub können außerdem je nach Art des Tonvorkommens und der Produktion einen Teil der Rohstoffe für neue Ziegel substituieren. Weiteres Potenzial steckt in der Verwendung rezyklierter Gesteinskörnung für ressourcenschonenden Beton, sogenanntem R-Beton.

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Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Arbeitsgemeinschaft Pflasterklinker

Reinhardtstr. 12-16
10117 Berlin
Deutschland

Tel.: +49 30 5200 999 16
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Web: http://www.pflasterklinker.de

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