Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Nachhaltiges Konzept in Partnerschaft mit der Sparkasse Rhein Neckar Nord Insekten und fleißige Bienen spielen eine Hauptrolle in der Partnerschaft der Sparkasse Rhein Neckar Nord und der BUGA Mannheim 2023.„Im Schulterschluss von BUGA 23 und regionalen Partnern liegt ein enormes Potenzial, aus dem wir gemeinsam schöpfen wollen“, verkündete Michael Schnellbach, Geschäftsführer der BUGA-Gesellschaft, im Dezember 2021.

Der Geschäftsführer der BUGA 23 gGmbH Michael Schnellbach (links) und der Vorstandsvorsitzende

Die Sparkasse Rhein Neckar Nord war der erste Platinpartner, der zu diesem Zeitpunkt vorgestellt wurde. Jetzt legt Schnellbach gemeinsam mit Stefan Kleiber, dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Rhein Neckar Nord, dar, wie die Partnerschaft ausgestaltet wird.

„Hektar für den Nektar“

Mit 500.000 Euro und damit als Platinpartner unterstützt die Sparkasse die BUGA Mannheim 2023.Durch die Kooperation kommt ein didaktisch und ökologisch wertvolles Projekt zustande: Die Sparkasse finanziert den „Hektar für den Nektar“. Auf einem Hektar wird eine insektenfreundliche Wiese gesät. Insektenhotels und Bienenbeuten ergänzen die Fläche, die in Wabenstruktur angelegt ist. Bienen und Insekten können hier einen reich gedeckten Tisch vorfinden. Besucher*innen der Bundesgartenschau haben die Möglichkeit, Bienen zu beobachten und sich über die Lebenssituation von Insekten zu informieren.

„Der ‚Hektar für den Nektar‘ ist ein wirklich wertvoller Ausstellungsbeitrag“, sagt Schnellbach, „denn erzeigt uns, wie wichtig ein funktionierendes Ökosystem für Biodiversität ist.“ Insekten seien auch Nahrungsgrundlage zahlreicher Wildtiere. „Sie stellten durch ihre Bestäubungsleistungen einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar“, so Schnellbach.

Didaktisch begleitet wird der ökologische Lernort vom BUGA Mannheim 2023 Campus-Team unter der Federführung von Ursula Jünger, die die Grüne Schule im Luisenpark leitet und während der BUGA Mannheim 2023 Teil des Campus-Teams ist. Sie hat das Konzept für den „Hektar für den Nektar“ entwickelt. Auf der Fläche gibt es genügend Raum für Workshops und Seminare.

Nachhaltiges Konzept

Nach der 178 Tage währenden BUGA wird die Gartenschau-Fläche in den Grünzug Nordost integriert und frei zugänglich. Es entsteht ein neues Naherholungsgebiet, das vom Käfertaler Wald über die Vogelstang-Seen, das Bundesgartenschau-Gelände „Spinelli“ und die Feudenheimer Au bis zum Luisenpark reicht. Es schafft einen Frischluftkorridor zum Neckar, der das Stadtklima positiv verändern wird. Darüber hinaus werden mit einem sechs Kilometer langen Radschnellweg gleich mehrere Stadtteile an die Innenstadt angebunden. Zugleich wird das Gelände der Bundesgartenschau auf Spinelli mit rund 62 Hektar zu einem der größten Artenschutzgebiete in der Metropolregion Rhein-Neckar entwickelt.

Zur BUGA und in Teilen auch darüber hinaus bleiben viele Strukturen der ehemaligen Kaserneer halten und werden umfunktioniert. Im Sinne der Nachhaltigkeit wird mit dem Bestand gearbeitet, ausgewählte Gebäude werden umgenutzt. Materialien aus dem Rückbau, beispielsweise Dachpanelen und Glasbausteine, tauchen an anderen Stellen wieder auf. Aus alten Dachpanelen wird die Trennwand für den Betriebshof gestaltet. Aus Betonquadern, die für Pflanzlöcher aus dem Boden der U-Halle geschnitten wurden, ist in der Feudenheimer Au eine neue Eidechsenmauer entstanden.

Starkes Engagement

Stefan Kleiber, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rhein Neckar Nord, erklärte die Hintergründe für das starke Engagement der Sparkasse, die sich historisch, ökonomisch und ökologisch der Nachhaltigkeit verpflichtet sieht und ihren Geschäftsbetrieb gerade dahingehend umstellt, klimaneutral zu arbeiten, was ab diesem Jahr gelingen wird. Seit 2019 konnte das Kreditinstitut seinen CO2-Ausstoß bereits um über 80 Prozent reduzieren. Ihre verbleibenden CO2-Emissionen wird die Sparkasse fortan durch Investitionen in Klimaschutzprojekte freiwillig kompensieren.

In der Firmenhistorie ist belegt, dass die Sparkasse bereits 1907 eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der großen Gartenbau-Ausstellung im Rahmen des 300-jährigen Stadtjubiläums spielte, indem sie der Stadt ein Darlehen gewährte. Auch bei der BUGA im Jahr 1975 arbeiteten Sparkasse und Bundesgartenschau Hand in Hand. „Wir als Sparkasse danken schon heute all unseren Partnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe, die uns bei der Kooperation mit der BUGA unterstützen“, sagt Kleiber. „Namentlich sind das der Sparkassenverband Baden-Württemberg, die SparkassenVersicherung, die Landesbank Baden-Württemberg sowie die LBS Südwest.“

Das Partnermotiv zeigt eine Biene, die eine Malve anfliegt. Zur BUGA schafft die Sparkasse RheinNeckar Nord 23 Bienenvölker an und arbeitet dabei eng mit dem Mannheimer Imkerverein zusammen. Die Sparkassen-Bienenvölker werden an Jungimker gespendet, um diese bei ihrem Start in die Imkerei zu unterstützen. Einige der Bienenwohnungen – Beuten - werden auf dem Gelände „Hektar für den Nektar“ aufgestellt. Hierdurch wird eine Verknüpfung von „Hektar“ und „Nektar“ geschaffen. Die Beuten stammen von dem Hersteller „Bergwinkel Imkereibedarf“, einer Werkstätte für Menschen mit Handicap. Die Produktion sichert Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung.

 

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