Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Die Parlamentarische Staatssekretärin Claudia Müller eröffnete heute den Waldkongress in Berlin. Er ist der Abschluss eines umfassenden Beteiligungsprozesses, dem sogenannten Zukunftsdialog Wald, des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zur Entwicklung einer neuen Waldstrategie.

Der Waldkongress am 30. Mai in Berlin ist auf dem Weg zur Entwicklung der neuen Waldstrategie ein wichtiger Schritt und Abschluss des Zukunftsdialogs Wald. Foto: BMEL und FNR/S.Wildermann

50 waldrelevante Verbände haben zuvor ihre Vorstellung für eine tragfähige Waldzukunft in 18 digitalen Waldforen diskutiert. Zusätzlich beschäftigten sich über 50 junge Menschen in einer Spring School mit den notwendigen Weichenstellungen für den Wald. Beim Waldkongress werden die Ergebnisse, die sogenannten Wald-Notizen, des bisherigen Prozesses den Beteiligten und weiteren Akteuren, wie den Bundesländern und der Politik, vorgestellt und der Dialog weitergeführt.

Parlamentarische Staatssekretärin Claudia Müller: „Der Zustand unserer Wälder ist besorgniserregend und der Klimawandel ist in vollem Gange. Nach über 10 Jahren ist es nun höchste Zeit für eine neue Waldstrategie. Dabei ist es uns wichtig, dass die neue Waldstrategie auf breiten Schultern ruht und von Wissenschaft, Verbänden, Bundesländern und insbesondere auch von der Jugend mitgetragen wird. Denn es geht nicht nur um die Zukunft des Waldes, sondern auch um die Zukunft der künftigen Generationen!“

Hintergrund
Im Rahmen der Entwicklung einer neuen Waldstrategie der Bundesregierung wurde waldrelevanten Akteuren mit dem Zukunftsdialog Wald die Gelegenheit gegeben, sich an der Erarbeitung der Strategie zu beteiligen. Entstanden sind daraus unter anderem die sogenannten Wald-Notizen: eine Zusammenstellung aller schriftlichen Eingaben („O-Töne“) beim BMEL.

Der Zukunftsdialog Wald startete mit einer Auftaktveranstaltung am 04. Juli 2022, bei der die Schwerpunktthemen und Positionen von 50 Verbänden erfasst wurden. Fünf übergeordnete Themenfelder wurden dadurch identifiziert, die jeweils in einem digitalen Dialogformat mit den Verbänden weiter diskutiert wurden. Die Waldforen wurden mit wissenschaftlichen Impulsvorträgen begleitet.

Im Zukunftsdialog Wald wurden auch junge Menschen über eine Spring School der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald eingebunden. Der nächsten Generation wird damit eine gewichtige Stimme in der Politikberatung des BMEL gegeben.

Der Waldkongress am 30. Mai in Berlin ist auf dem Weg zur Entwicklung der neuen Waldstrategie ein wichtiger Schritt und Abschluss des Zukunftsdialogs Wald. Auf dem Waldkongress werden die Ergebnisse aus der Verbände- und Jugendbeteiligung vorgestellt, der begonnene konstruktive Dialog weitergeführt und weitere wichtige Akteure, wie die Bundesländer und die Politik, mit eingebunden.

Der Zukunftsdialog Wald wurde von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. im Auftrag des BMEL unterstützt.

Unter Berücksichtigung der Eingaben aus dem Zukunftsdialog Wald und des Waldkongresses wird die neue Waldstrategie entwickelt. Ziel ist, die ressortabgestimmte Strategie dem Kabinett im Mai 2024 vorzulegen.

Mehr Informationen zum Zukunftsdialog Wald: 1. Link

Die beim Waldkongress am 30. Mai vorgestellten Wald-Notizen finden Sie hier: 2. Link

 

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