Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, startete gestern gemeinsam mit insgesamt elf Partnern die erste bundesweite Aktionswoche „Torffrei gärtnern!“ in der Bezirksgärtnerei Charlottenburg-Wilmersdorf in Berlin. Ziel der Aktionswoche, die vom 3. bis 12. Mai stattfindet, ist es, weitere Pflanzenfreundinnen und -freunde für das torffreie Gärtnern zu gewinnen.

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Partnerinnen und Partner der bundesweiten Aktionswoche "Torffrei gärtnern!", die vom 3. bis 12. Mai 2024 erstmalig stattfindet. Quelle: © BMEL

Bundesminister Özdemir: „Unsere Moore speichern im Torf eine große Menge an Kohlenstoff. Deshalb ist torffreies Gärtnern ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Ich danke den Partnerinnen und Partnern unserer Aktionswoche – und allen Hobbygärtnerinnen und -gärtnern, die sich für torffreie Erde entscheiden. Jeder Blumentopf zählt!“

Der Wechsel zu torffreier Erde ist einfach. Mit der richtigen Erdenauswahl und passenden Pflegemaßnahmen unterscheidet sich torffreies Gärtnern kaum von der torfhaltigen Variante. Die positiven Auswirkungen auf das Klima sind dafür umso größer: Denn weniger Torf in Blumenerden bedeutet weniger Freisetzung klimaschädlicher Treibhausgase.

Alle Informationen zur Aktionswoche „Torffrei gärtnern“ und Tipps zum torffreien Gärtnern finden Sie hier: siehe Link

Hintergrund:

Damit sich mehr Pflanzenfreunde für torffreies Gärtner entscheiden, gestalten das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und sein Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), die Aktionswoche und vermitteln die neuesten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis zu torffreien Erden. Die beteiligten Unternehmen der Gartenbranche und Umwelt- und Naturverbände werden während der Aktionswoche eigene Aktionen und Veranstaltungen rund um das torffreie Gärtnern verbrauchernah anbieten.

Der Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung sieht Maßnahmen im Hobbybereich, aber auch im professionellen Gartenbau, vor, mit denen die Verwendung von Torf verringert werden soll. Hintergrund ist, dass in Moorböden in vielen Jahrhunderten und Jahrtausenden Kohlenstoff gebunden wurde. Wird der Rohstoff Torf den Mooren entnommen und genutzt, wird CO₂ freigesetzt, das die Klimakrise weiter antreibt. Damit die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre nicht weiter steigt, führt der Klimaschutzplan 2050 verschiedene Maßnahmen in Deutschland auf, darunter auch die Verringerung des Torfeinsatzes. Dazu hat das BMEL die Torfminderungsstrategie erarbeitet. Die Torfminderungsstrategie zielt u.a. darauf ab, den Einsatz von Torf im Hobbygartenbau durch Fachinformation und Informationsmaßnahmen stark zu reduzieren.

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