Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Jahr für Jahr stürmen zahlreiche motivierte Nachwuchskräfte aus dem Garten- und Landschaftsbau den Westfalenpark in der Ruhrgebietsmetropole Dortmund, um dort an zwei Tagen ihr Können unter Beweis zu stellen: So auch am vergangenen Wochenende, als insgesamt 232 Auszubildende aus 119 Betrieben aus ganz Nordrhein-Westfalen am 26. und 27. April beim Landschaftsgärtner-Cup NRW an den Start gingen.

Alle Teams zusammen mit dem Organisationsteam und der Jury.

Die sechs besten Auszubildenden des Landschaftsgärtner-Cups NRW 2024 (v.l.): Mika Hermanns und Justus Bergmann (Klute Garten- u. Landschaftsbau GmbH & Co. KG, Sundern), Lukas Bützler und Luca Burghof (Pütz GaLaBau GmbH, Wipperfürth), Mika Tonding und Justus Nolte (ebenfalls Klute, Sundern).

Lukas Bützler und Luca Burghof mit dem Wanderpokal des Landschaftsgärtner-Cups NRW. (Fotos: VGL NRW)

Bereits zum 30. Mal jährte sich nun die Azubi-Veranstaltung des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW e. V. (VGL NRW), bei der die Teilnehmenden an verschiedenen Stationen mit ihren Talenten glänzen konnten, darunter Bauen, Messen, Pflanzenkenntnis, Geschicklichkeit und Teamgeist.

Eine organisatorische Besonderheit war in diesem Jahr die Verlegung des Ausrichtungsortes in einen südlicheren Teil des Parks. Doch Jutta Lindner-Roth, Referentin für Nachwuchswerbung im Verband und Hauptorganisatorin des Landschaftsgärtner-Cups NRW, zeigt sich zufrieden: „Wir haben eine tolle Truppe, die sich mit viel Herzblut für diese Veranstaltung einsetzt und alle Hebel in Bewegung setzt, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.“

Das Gelernte in der Praxis unter Beweis stellen

Zum Start des Wettbewerbs erhielten die Auszubildenden Besuch von Norbert Schilff, Bürgermeister der Stadt Dortmund. In seiner Ansprache machte er den jungen Nachwuchstalenten deutlich, wie wichtig ihr Beruf für die Umwelt und die Stadtentwicklung sei und wünschte allen viel Erfolg für die anstehenden Aufgaben, die er schließlich mit dem Setzen des Startsignals einläutete.

Dann ging es los: Um sowohl ihr praktisches als auch ihr theoretisches Wissen aus der Ausbildung zu beweisen, mussten die Nachwuchskräfte neben einer Bauaufgabe auch die Stationen Vermessung, Pflanzenkenntnis, Pflanzenschutz, Betriebswirtschaft sowie ein „Landschaftsgärtnerisches Spezialgebiet“ absolvieren. Immer im Blick hatte sie dabei die 42-köpfige Jury, bestehend aus Unternehmerinnen und Unternehmern, Vertreterinnen und Vertretern der Landwirtschaftskammer, der DEULA, der Gartenbau-Berufsgenossenschaft, Sponsorinnen und Sponsoren sowie Berufsschullehrkräfte.

Frank Linneweber, Vizepräsident des VGL NRW, kürte am Ende des Tages die zwanzig besten Teams des Vorentscheids, die am nächsten Tag zum Finale antreten durften. Linneweber zeigte sich beeindruckt von den Leistungen der Auszubildenden: „Ihr habt alle tolle Leistungen erbracht und gezeigt, was in euch steckt – darauf könnt ihr sehr stolz sein!“

Team aus Wipperfürth belegt 1. Platz

Der Finaltag bestand aus einer größeren Bauaufgabe. Alle Teilnehmenden legten sich ins Zeug, in ihren Parzellen einen Miniatur-Garten mit Natursteinmauer, Pflaster- und Rasenfläche und Bepflanzung zu errichten. Neben der handwerklichen Leistung hatte die Jury auch ein Auge auf Arbeitssicherheit, Sauberkeit sowie Teamfähigkeit. Am Ende des Tages stand schließlich fest: Luca Burghof und Lukas Bützler von der Pütz GaLaBau GmbH in Wipperfürth können sich Sieger des Landschaftsgärtner-Cups NRW 2024 nennen und über den damit verbundenen Geldpreis von 400 Euro freuen. Außerdem geht die Reise für die beiden nun noch weiter: Im September treten sie beim Bundesentscheid im Rahmen der GaLaBau Messe in Nürnberg gegen die Erstplatzierten der anderen Bundesländer an.

Für den Betrieb Klute Garten- u. Landschaftsbau GmbH & Co. KG aus Sundern bestand gleich doppelter Grund zur Freude, denn seine Auszubildenden waren in zwei Teams beim Cup angetreten und konnten sich die weiteren beiden Plätze auf dem Treppchen sichern: Mika Hermanns und Justus Bergmann belegten den 2. Platz und erhielten ein Preisgeld in Höhe von 250 Euro, gefolgt von Justus Nolte und Mika Tonding auf dem 3. Platz. Die beiden Bronze-Medaillenträger gehen mit 150 Euro Preisgeld nach Hause.

Linneweber gratulierte den drei Siegerteams im Namen des gesamten Verbandes und aller Jury- sowie Orga-Mitglieder zu ihrem großen Erfolg. Den Erstplatzierten überreichte er feierlich den Wanderpokal, den die beiden nun bis zum nächsten Cup ihr Eigen nennen dürfen. Auch richtete Linneweber seinen Dank an alle Beteiligten, die zum Gelingen dieser Großveranstaltung beigetragen haben und freute sich über den großen Zuspruch von außerhalb: „Es ist schön zu sehen, dass wir auch in diesem Jahr wieder eine so große Menge an Teams und Jurymitgliedern motivieren konnten, teilzunehmen. Darüber hinaus haben wir uns sehr über den Besuch von zahlreichen Gästen, Schulklassen und regionalen sowie überregionalen Medien während des Wettbewerbs gefreut. Das ist für uns die Bestätigung, dass unser Berufsbild in der Öffentlichkeit positiv wahrgenommen wird.“

 

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