Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Es gibt wohl kaum jemanden, der das Hantieren mit kraftstoffbetriebenen Gartenwerkzeugen als besonders praktisch empfindet: Sie sind schwer, laut und das Gerät muss korrekt betankt werden, damit es keinen Schaden nimmt. Dennoch hatten Akkugeräte es bislang bei Profi-Anwendern schwer, da Leistung, Lauf- und Ladezeit nicht so recht zu den Aufgaben in der Grünpflege passen wollten. Inzwischen hat die Akku-Entwicklung aber derartige Fortschritte gemacht, dass in vielen Fällen durch akkubetriebene Geräte das Arbeiten deutlich erleichtert wird.

Schnell einsatzbereit: Abladen, arbeiten und bei Bedarf den Akku tauschen. Lästiges Tanken und Nachbetanken entfällt.

Freischneider in Alu-Leichtbauweise ermöglichen ergonomisches Arbeiten auch über längere Zeit hinweg.

Komfortabel und sicher in der Handhabung machen Akku-Heckenscheren die Arbeit leichter.(Fotos: Alfred Kärcher SE & Co)

Nebenbei gibt es als Pluspunkte eine Reduktion von Lärm und Vibration sowie das Entfallen von Abgasemissionen.

Ganz praktisch: Viele Handgriffe fallen weg

Ob Freischneider, Heckenschere oder Rasenmäher: Von der Wachstumsphase im Frühjahr bis in den Herbst hinein sind diese Geräte aus der Grünpflege nicht wegzudenken. Zwar sind kraftstoffbetriebene Modelle aktuell noch deutlich in der Überzahl, doch damit müssen einige Nachteile in Kauf genommen werden. Bei jedem Einsatz ist zu prüfen, ob alle benötigten Kraftstoffarten, also Benzin oder Zweitaktgemisch, zur Verfügung stehen. Unter Zeitdruck steigt das mögliche Risiko einer Fehlbetankung, und beim heißen Gerät ist das Nachbetanken unangenehm. Im Unterhalt entstehen bei Verbrennungsmotoren zusätzlich Kosten für Servicearbeiten und Ersatzteile.

Akkubetriebene Geräte sind in vielerlei Hinsicht praktischer. Handelt es sich um eine universelle Akkuplattform für alle Modelle, so reicht es, über eine ausreichende Menge gleicher Akkus zu verfügen. Durch die Lithium-Ionen-Technologie findet bei der Lagerung nur eine geringe Selbstentladung statt. Rüstzeiten gehen gegen Null, ein leerer Akku wird einfach gegen einen vollgeladenen ausgetauscht. Auch sind akkubetriebene Geräte wartungsarm, so dass Aufwand und Kosten für den regelmäßigen Kundendienst geringer ausfallen.

(Fast) für alle Fälle: Anwendungsbereiche und Eigenschaften

Dank der Weiterentwicklung von Lade- und Akkutechnologie sind batteriebetriebene Geräte in den meisten Anwendungsfällen die passende und zeitgemäße Lösung. Speziell in innerstädtischen oder lärmsensiblen Bereichen – beispielsweise rund um Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser oder Wohnanlagen – sowie für mittlere bis größere Flächen, punkten sie durch zahlreiche Vorteile. Bei der Anschaffung sollte darauf geachtet werden, dass die Geräte über die gewünschten Eigenschaften verfügen.

So sollte bei einem Rasenmäher die Basiseinheit sowohl mit einem Auffangsack einsetzbar sein als auch über eine Mulchfunktion sowie über einen Seiten-/Heckauswurf verfügen. Wer häufig an Hängen oder auf unebenen Flächen arbeiten muss, wählt am besten ein Modell mit Fahrantrieb. Läuft das Gerät ruhig und vibrationsfrei, ist dies für den Anwender weniger belastend.

Um Dickicht oder höheres Gras zu entfernen, werden oft Freischneider eingesetzt. Für die Feinarbeiten rund um Bäume oder Straßenschilder eignen sich Geräte mit Trimmerkopf sehr gut. Da in beiden Fällen teilweise stundenlanges Arbeiten erforderlich ist, bieten Geräte in Alu-Leichtbauweise einen deutlichen Vorteil. Ebenso wichtig ist eine ergonomische Griff-Positionierung, um Fehlhaltungen zu vermeiden. Blickt man Richtung Herbst, so gewinnen akkubetriebene Rucksack-Laubbläser an Bedeutung. Beispielsweise in Stadtparks sind sie unerlässlich, um das Laub unter Parkbänken oder an anderen schlecht zugänglichen Stellen auf die Wege zu bringen, wo es dann von Kehrmaschinen aufgenommen werden kann. Geräte mit federgelagerten Gebläsen sind für den Anwender angenehmer, weil Vibrationen stark abgedämpft werden.

Sollen Hecken und Bäume gepflegt werden, so rücken Heckenschere, Hochentaster und Kettensäge in den Fokus – auch in diesem Bereich gibt es Geräteeigenschaften, die das Arbeiten erleichtern. Akku-Heckenscheren mit einem drehbaren Griff erleichtern zum Beispiel den Schnitt an den Seiten der Hecke. Für die Baumbestandspflege sind akkubetriebene Hochentaster oder Multitools in Leichtbauweise komfortabel in der Handhabung. Bei der Kettensäge sollte die Leistung zur jeweiligen Aufgabe passen. Für die Beseitigung von Sturmschäden und das Fällen kleinerer Bäume eignen sich Modelle, die etwa 30 Zentimeter dicke Holzstücke problemlos durchtrennen. Im Vergleich zur klassischen Motorsäge können akkubetriebene Modelle zudem die Lärmbelastung maßgeblich reduzieren.

Nachhaltig in vielerlei Hinsicht: Mehr Wertschätzung für Werterhalt

Nachhaltigkeit ist eines der Zukunftsthemen, die mit dem Einsatz von Akkutechnologie verbunden werden. Um in puncto Energieeffizienz sehr gute Werte zu erzielen, ist zusätzlich die Motorenentwicklung von Bedeutung. Wenn diese mit deutlich weniger Energiezufuhr die gleiche oder eine bessere Leistung erbringen, ist durch den Einsatz von Akkugeräten umweltschonendes Arbeiten möglich. Es steckt aber noch ein ganz anderer Aspekt von Nachhaltigkeit in den kleinen Akkus, der auf den ersten Blick gar nicht auffällt.

Dabei geht es um die höhere gesellschaftliche Akzeptanz. Denn ob Stadtpark, Gartenanlagen rund um Sehenswürdigkeiten oder andere Grünflächen: Menschen fühlen sich dort wohl, wo Anlagen gepflegt und in gutem Zustand erhalten werden. Die Arbeiten selbst werden oftmals wegen Lärm und Abgasen als störend empfunden. Mit akkubetriebenen Geräten fallen diese negativen Auswirkungen ganz weg oder werden stark reduziert. Eine höhere Wertschätzung für die Grünpflege ist die Folge – ein kaum im Mittelpunkt stehender Aspekt von Nachhaltigkeit, der das Leben für alle Beteiligten aber deutlich angenehmer macht.

Kärcher Battery Universe: Was ist dran

Akkubetriebene Geräte gehören seit mehr als 30 Jahren zum Produktportfolio von Kärcher, die klassischen Vorteile inklusive. Mit seinen neuen Akku-Plattformen rückt das Unternehmen nun eine Reihe wichtiger Aspekte in den Fokus – von mehr Leistung und Laufzeit bis hin zu einer minutengenauen Anzeige von Lade- und Restlaufzeit. Verfügbar sind Akkus mit 18 bzw. 36 Volt Spannung und unterschiedlichen Kapazitäten. Alle Akkus einer Spannungsklasse passen in jedes Gerät. Dank Schnellladefunktion ist der große Akku binnen 81 Minuten voll aufgeladen, der kleinere Akku benötigt dazu 68 Minuten.

 

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