Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Salat wächst besser im Halbschatten. Auch Brombeeren oder Küchenkräuter kommen mit drei Stunden Sonne am Tag gut aus. Geerntet werden sollte in lichtarmen Beeten laut Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) abends. Bei Wasser und Dünger heißt es: Weniger ist mehr!

Quelle: Oda Hoppe - stock.adobe.com

Zu den Gemüsearten, die gut mit weniger Licht auskommen, gehören Blumenkohl und Brokkoli. Hülsenfrüchte wie Bohnen und Erbsen können im lichten Halbschatten wachsen, ebenso Wurzelgemüse wie Radieschen, Möhren oder Rote Bete. Auch Blattgemüse wie Pflück- oder Eissalat, Spinat und Rhabarber kommen mit lichtärmeren Standorten zurecht. Aufgrund ihres natürlichen Standortes in Wäldern sind viele Beerenarten wie Brombeeren, Himbeeren und Walderdbeeren gut für Schattenbeete geeignet. Auch die klassischen Küchenkräuter Petersilie, Schnittlauch, Knoblauch, Dill und Minze gedeihen an den eher schattigen Standorten im Garten sehr gut.

Geringerer Nitratgehalt in den Abendstunden
Ganz ohne Sonne geht es jedoch nicht. Die Beete sollten mindestens im Halb- oder lichten Schatten liegen. Ein Minimum von drei Stunden Sonnenlicht pro Tag sollte gegeben sein, empfiehlt das BZL. Denn bei Lichtmangel ist nicht nur das Wachstum verlangsamt, es kann sich auch Nitrat in den Blättern von Spinat und Co. anreichern. Dieses ist an sich ungefährlich, kann im menschlichen Körper aber zu gesundheitlich problematischem Nitrit umgebaut werden. Es empfiehlt sich daher, abends zu ernten. Der Nitratgehalt im Erntegut ist dann geringer, weil tagsüber Nitrat abgebaut wird.

Weniger Wasser, weniger Dünger
Da die Pflanzen im Schatten langsamer wachsen, brauchen sie entsprechend weniger Wasser. So empfiehlt es sich, ausschließlich nach Bedarf zu wässern, sodass der Boden leicht feucht ist. Wenn möglich, sollte die Bodenoberfläche zwischendurch abtrocknen können. Die Düngergaben sind ebenfalls zu reduzieren. Gerade im Hinblick auf die schnellere Anreicherung von Nitrat in den Pflanzen an schattigen Standorten, ist auf die Stickstoffdüngung zu achten. Denn: Nitrat ist eine Form von Stickstoff, die die Pflanze über die Wurzel aufnimmt. Die unterschiedlichen Gemüsearten speichern mehr oder weniger große Mengen.

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