Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) begrüßt die Förderzusage für die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsbewertung durch das Zentrum für Betriebswirtschaft im Gartenbau (ZBG). Damit wird eine wichtige Forderung aus dem „Maßnahmenpaket Zukunft Gartenbau“ erfüllt. Weitere Umsetzungen müssen dringend folgen.

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„Die Bewertung und Zertifizierung der Nachhaltigkeit wird für die gärtnerischen Betriebe immer relevanter“, betont ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer. Als Gründe führt er die Anforderungen der Gesellschaft, Nachfragen der Kunden sowie der Druck über den Finanzmarkt durch Auswirkungen der europäischen Taxonomie-Verordnung an. 

Gleichzeitig gebe es bereits eine Vielzahl privatwirtschaftlicher Anbieter von Zertifikaten, die einzelne Fachrichtungen des Gartenbaus ins Visier genommen hätten. Notwendig sei aber eine Branchenlösung, die es den Betrieben des Gartenbaus erlaubt, praktikabel, schlank, effizient, transparent und glaubwürdig Nachhaltigkeit bis hin zu einer freiwilligen Zertifizierung nachzuweisen. 

Für Fleischer ist das ZBG mit seinen langjährigen Erfahrungen im Rahmen des Betriebsvergleichs 4.0 der richtige Ansprechpartner, um ein unabhängiges neutrales System zur Nachhaltigkeitsbewertung für den Gartenbau zu entwickeln. Die jährlichen Produktivitäts- und Erfolgskennzahlen des ZBG lieferten bereits jetzt unverzichtbare betriebswirtschaftliche Informationen für die teilnehmenden Unternehmen und unterstützen politische Entscheidungen auf Bund- und Länderebene. 

Der ZVG wird im Rahmen der geplanten Expertenrunde im ZBG-Projekt zur Nachhaltigkeitsbewertung eingebunden sein. 

Hintergrund:

Das Projekt „Analyse und Bewertung der Nachhaltigkeit im Gartenbau inklusive Testung eines Bewertungssystems“ wird rückwirkend ab 1. Mai 2024 bis 30. April 2027 vom Bundeslandwirtschaftsministerium gefördert. Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). 

Das „Maßnahmenpaket Zukunft Gartenbau“ wurde von einem breiten Querschnitt aus Praxis, Branchenorganisationen, Verbänden und Wissenschaft erarbeitet und am 27. Februar 2024 an die Staatssekretärin Silvia Bender vom Bundeslandwirtschaftsministerium übergeben. Darin werden Herausforderungen für die gärtnerische Branche aufgeführt sowie prioritäre und flankierende Maßnahmen skizziert, die dabei helfen sollen, die Zukunft der gärtnerischen Betriebe abzusichern. 

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