Fachzeitschrift für den Garten- und Landschaftsbau

40 Auszubildende legen im Sommer 2024 im Emsland ihre Berufsabschlussprüfung zum Gärtner bzw. zur Gärtnerin ab. 36 von ihnen absolvierten ihre Ausbildung in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, zwei im Gemüsebau und zwei im Zierpflanzenbau.

Freisprechungsfeier im Emsland 2024: Die neuen Gärtner, Gärtnerinnen und Floristinnen zusammen mit Ehrengast Harmut Moorkamp (CDU) (2.v.l.) und Moderator Reinhard Kaß (links) sowie den BBS-Lehrkräften und Ausbildungsberatern der LWK. | Quelle: Johannes Fichtner, J|F photography

Die neuen Gärtner, Gärtnerinnen und Floristinnen feiern ihre Abschlüsse | Quelle: Johannes Fichtner, J|F photography

Zusammen mit fünf Prüflingen des Berufs Florist/in und sechs neuen Landschaftsgärtnern aus der Winterprüfung waren die Absolventinnen und Absolventen am 15. Juni ab 14.00 Uhr eingeladen, die erfolgreichen Berufsabschlüsse gemeinsam mit Ausbilderinnen und Ausbildern, Familie und Freunden im Gasthof Maria Aepken in Geeste zu feiern. 31 neue Fachkräfte haben bei der Feier ihre Berufsabschlusszeugnisse persönlich entgegengenommen.

Anerkennung für die erfolgreichen grünen Berufsabschlüsse
Im Namen des Organisators der Veranstaltung – der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Niedersachsen-Bremen e.V. (VGL Niedersachsen-Bremen e. V.) – begrüßte Reinhard Kaß von der GaLaBau Emsland GmbH & Co.KG (Lingen) die neuen Fachkräfte und ihre Begleitungen. Kaß freut sich, auch in diesem Jahr gemeinsam mit dem Wirtschaftsverband Gartenbau Norddeutschland (WVG), dem Fachverband deutscher Floristen (FdF) und der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen wieder zahlreiche junge grüne Fachkräfte für das Emsland begrüßen zu können. Er betonte in seinem Grußwort, dass das Lernen jetzt nicht aufhört, sondern die Ausbildung eine Basis für den späteren beruflichen Aufstieg ist – sei es durch eine innerbetriebliche Weiterbildung, eine sich später anschließende Meisterfortbildung oder ein einschlägiges Studium.

Die Festrede hielt als politischer Ehrengast der Landtagsabgeordnete Hartmut Moorkamp (CDU). Er betonte die Wichtigkeit der grünen Berufe und ihrer Fachkompetenz – gerade durch die Auswirkungen des Klimawandels, sowie den Wert der dualen Berufsausbildung. Die jungen Leute hätten, so Moorkamp, nicht nur theoretische Inhalte gelernt, sondern wichtige praktische Erfahrungen gesammelt. „Davon werden Sie ihr ganzes Leben lang profitieren“, richtet sich Hartmut Moorkamp an die jungen Fachkräfte. Er selbst begann seinen Berufsweg mit einer dualen Berufsausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann und habe dies immer als hervorragende Grundlage für die weitere berufliche Entwicklung empfunden. Moorkamp bedankte sich bei allen, die zu der erfolgreichen Ausbildung der jungen Fachkräfte beigetragen haben: Ausbildungsbetriebe, Lehrkräfte sowie Eltern und Freunde, die die ehemaligen Azubis unterstützten und begleiteten. Er appelliert an die ausbildenden Unternehmen, weiterhin zahlenstark auszubilden und damit zum wirtschaftlichen Erfolg der Region beizutragen.

Ehrungen für besondere Prüfungsleistungen
In der Fachrichtung Zierpflanzenbau erhielt Carola Hermühlen, vom Betrieb Franz Piepel GmbH (Nordhorn) eine Auszeichnung. Sie legte Ihre Abschlussprüfung nach einer verkürzten Ausbildung bereits im Winter mit einer Durchschnittsnote von 1,8 ab.
In der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau erhielten drei junge Fachkräfte Auszeichnungen für besonders gute Leistungen:
1. Lutz Hollemann, ausgebildet von Garten- und Landschaftsbau Werner Lüske GmbH (Haselünne) mit einer Durchschnittsnote von 1,4
2. Nicole Bartels, Ausbildungsbetrieb Galabau Rademaker GmbH (Schüttorf) mit einer Durchschnittsnote von 1,7
3. Peter Feltrup vom Unternehmen JBW GaLaBau GmbH & Co. KG (Wietmarschen) mit einer Durchschnittsnote von ebenfalls 1,7

Ehrungen für besonders gute Berufsschulzeugnisse
Die BBS 2 Meppen ehrte folgende Auszubildende für besondere Schulleistungen,

Beruf Gärtner/in – Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau:
Name Vorname Note Ausbildungsbetrieb
Feltrup Peter 1,0 JBW Galabau, Wietmarschen
Hollemann Lutz 1,0 Lüske, Haselünne

Beruf Gärtner/in – Fachrichtung Zierpflanzenbau
Name Vorname Note Ausbildungsbetrieb
Johnen Patrick 1,0 Emsflower, Emsbüren

Beruf Florist/in
Name Vorname Note Ausbildungsbetrieb
Grave Hanna 1,8 Blumen Merßing, Herzlake

Aus der Ausbildung ins Berufsleben
Nach den Ehrungen wurden die Berufsabschlusszeugnisse feierlich überreicht. Die beiden anwesenden Floristinnen wurden in Abwesenheit der zuständigen IHK durch die Berufsschullehrkräfte Julia Fimpler und Christiane Lüske verabschiedet. Die Gärtnerinnen und Gärtner erhielten die Berufsabschlusszeugnisse aus den Händen der Ausbildungsberaterin Simone Heckmann und des Ausbildungsberaters Ralf Park, beide von der LWK Niedersachsen.

Beruf Gärtnerin/ Gärtner, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau
Die „Landschaftsgärtner/innen“ sind nicht nur in der Region Emsland zahlenmäßig die stärkste Ausbildungsrichtung des Gartenbaus, sondern auch im Landes- und Bundesdurchschnitt zeigen sich ähnliche Zahlenverhältnisse. Die korrekte Berufsbezeichnung lautet „Gärtner/in, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau“. Insgesamt gibt es in dem Beruf sieben Ausbildungs¬richtungen. Im niedersächsischen Landes¬durch¬schnitt stellen die Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner rund 80 Prozent der gärtnerischen Auszubildenden.
Bei der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau ist ein kleines land-schafts¬gärtnerisches Gesamtwerk zu erstellen. Dabei werden Höhen eingemessen, Pflasterungen mit Natur- und Betonsteinen ausgeführt, eine fachmännische Baumpflanzung vorgenommen sowie Beet- und Rasenflächen angelegt. Im mündlichen Prüfungsteil müssen die angehenden Fachkräfte ihre Kompetenzen rund um Pflanzen, Werkstoffe, Arbeitsabläufe und betriebliche Zusammenhänge beweisen.

Berufsaussichten
Die Landschaftsbauunternehmen freuen sich über die neuen Kolleginnen und Kollegen, denn Fachkräfte sind gesucht. Somit erwarten die jungen Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner gute Zukunftsaussichten. Auch für diejenigen, die sich nach einigen Jahren Berufspraxis für eine Weiterbildung zum Meister oder Techniker entscheiden, bieten sich anschließend ausgezeichnete Jobchancen. Ein sich an die Berufsausbildung anschließendes Studium, z.B. Ingenieurwesen im Landschaftsbau, eröffnet ebenfalls viele Perspektiven und gute Beschäftigungsaussichten, z. b. als Führungskraft in der Bauleitung.
Organisiert wurde die Feier für die jungen Leute aus den grünen Berufen vom Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Niedersachsen-Bremen e.V. (VGL Niedersachsen-Bremen e. V.), der mit 42 Prüflingen im Beruf Gärtner/in, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, auch 2024 die größte Absolventengruppe stellte.
Der VGL Niedersachsen-Bremen e.V. vertritt als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband mehr als 400 Fachbetriebe des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus, und bietet seinen Mitgliedern vielfältige Dienstleistungen. – z.B. in den Bereichen Aus- und Weiterbildung, Recht und Öffentlichkeitsarbeit. Weitere Infos unter
Weitere Informationen zum Beruf & Weiterbildungsmöglichkeiten und zum Verband: siehe Links

 

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