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13. IVG Forum Gartenmarkt: Die Grüne Branche in Zeiten des Wandels

Das 13. IVG Forum Gartenmarkt beleuchtete die Herausforderungen und Perspektiven für die Grüne Branche in einem von Krisen geprägten Umfeld. Im Fokus standen die Planbarkeit des Geschäfts angesichts von Rohstoffmangel, gestörten Lieferketten und erhöhten Energiepreisen.

Herausforderungen und Perspektiven für die Grüne Branche

Das 13. IVG Forum Gartenmarkt versammelte am 9. November 2022 rund 200 Fachbesucher im Maritim Hotel Düsseldorf. Unter dem Motto „Alles auf Grün?! – Die Branche zwischen Glücksspiel und Gartenglück“ beleuchteten Referenten die Herausforderungen und Perspektiven für die Grüne Branche in einem von Krisen geprägten Umfeld. Im Fokus standen die Planbarkeit des Geschäfts angesichts von Rohstoffmangel, gestörten Lieferketten, erhöhten Energiepreisen sowie gesellschaftlichen und klimatischen Veränderungen.

Krisenmanagement und Marktanalysen

Dr. Manuel Kallweit, Leiter Economic Intelligence & Volkswirtschaft beim Verband der Automobilindustrie (VDA), eröffnete die Veranstaltung. In seinem Vortrag „Von Krisen und Knappheiten – die Autoindustrie und ihr Umgang mit den Herausforderungen der Gegenwart“ zeigte er auf, wie die Automobilindustrie mit Lieferkettenproblemen, Rohstoffknappheit und Inflation umgeht. Er betonte die Notwendigkeit, Nachhaltigkeit, Resilienz und Innovation im Kontext des sich wandelnden geopolitischen, wirtschaftlichen und ökologischen Umfelds zu denken.

Martin Langhauser, Director Retail & Lifestyle bei der GfK, widmete sich in seinem Vortrag „Der Gartenmarkt im dritten Covid-Jahr: Wie kauft der Shopper?“ speziell der Grünen Branche. Er analysierte die Entwicklung des Gartenmarktes, der während der Corona-Pandemie durch die Nutzung des eigenen Gartens als Erholungsort einen Boom erlebte. Langhauser untersuchte, ob dieser positive Trend anhält, wie sich die Inflation auf das Kaufverhalten auswirkt und welche Warengruppen besonders gefragt sind. Er stellte fest, dass das Shopperverhalten von einer hohen Verunsicherung geprägt ist, was die Dynamik im Gartenmarkt erhöht. Dennoch sieht er großes Potenzial für Unternehmen, die Kundenbedürfnisse erfolgreich in ihr Geschäftsmodell integrieren.

Zukünftige Trends und Innovationen

Klaus Schwitzke, Geschäftsführender Gesellschafter der Schwitzke GmbH, präsentierte in seinem Vortrag „Die Zukunft ist grün! Über die Trends und Veränderungen des Gartenmarktes“ mögliche Entwicklungen für Gartenmärkte. Er prognostizierte, dass der Wunsch nach Natürlichkeit, Nachhaltigkeit und Gesundheit die Kundenwünsche maßgeblich beeinflussen wird. Ein zentrales Thema sei zudem die klimatische Veränderung und die damit verbundene Notwendigkeit von Resilienz gegenüber Hitze, Trockenheit und Starkregen.

Dr. Simone Kerner und Torsten Brämer von WIR SIND GARTEN®, einer großen Online-Garten-Community, erläuterten die Besonderheiten und Erfolgsfaktoren von Community Marketing für Unternehmen der Grünen Branche. Sie hoben die Vorteile der direkten Ansprache, der unmittelbaren Kommunikation und der emotionalen Bindung durch das Wir-Gefühl hervor. Im Community Marketing stehen Unternehmen und Kunden auf Augenhöhe im Austausch, und Kunden tauschen sich untereinander aus.

Der letzte Block des Tages stellte innovative Ideen von Start-ups vor. Fabian Wischmann präsentierte HIIVE, einen modernen Bienenstock für Honigbienen. Anne Baltes-Schlüter und Alice Sare Özserin von The Plant Box stellten ihr Konzept für einfache und bequeme Pflanzenlieferungen vor. Jens Schmelzle präsentierte Fryd, eine App für den ökologischen Gemüseanbau, die Gärtner mit Beetplanungstool, Community, Arbeitsanweisungen und Gartenwissen durch das Gartenjahr begleitet.

Politische Perspektiven auf Krisen

Prof. Dr. Thomas de Maizière, Bundesminister a.D., schloss die Veranstaltung mit einem Vortrag über die Herausforderungen und Perspektiven in aktuellen Krisen aus politischer Sicht. Basierend auf seiner langjährigen politischen Erfahrung beleuchtete er Themen wie Sicherheit, demografische Entwicklung und gesellschaftliche Strömungen. De Maizière betonte, dass das Leben mit dauerhaften Unsicherheiten und Krisen zur politischen Normalität gehören werde. Er wies darauf hin, dass der Staat nicht alle Risiken absichern könne und die Demokratie sich auch ohne Wohlstandsmehrung bewähren müsse.

12.11.2022

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