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15. Neujahrsempfang der grünen Verbände in Thüringen

Die grünen Verbände Thüringens feierten ihren 15. Neujahrsempfang mit rund 180 Gästen. Dabei wurden die Erfolge des Vorjahres gewürdigt und zukünftige Herausforderungen sowie Chancen für die Gartenkultur im Freistaat diskutiert.

Grüne Verbände blicken auf erfolgreiches Jahr zurück und diskutieren Zukunft

Die Landesverbände des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla), der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL) sowie der Fachverband GaLaBau Hessen-Thüringen e.V. (FGL) veranstalteten ihren 15. Neujahrsempfang. Rund 180 Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Organisationen und Vereinen sowie Mitglieder der Verbände kamen im Kanonenhof des Deutschen Gartenbaumuseums zusammen.

Werner Alkewitz, Vorsitzender des bdla-Thüringen, begrüßte die Anwesenden im Namen der drei Veranstalter. Er blickte auf das Jahr 2011 zurück, das von den 20-jährigen Jubiläen des bdla und der DGGL in Thüringen geprägt war. Die Veranstaltungsreihe „Open Gardens“ war erneut erfolgreich, und der Thüringer Landschaftsarchitekturpreis wurde verliehen. Zudem hob Alkewitz die zehnjährige Zusammenarbeit zwischen dem FGL Hessen-Thüringen und der Lehr- und Versuchsanstalt Gartenbau im Bereich der überbetrieblichen Ausbildung hervor.

Alkewitz betonte das Potenzial Thüringens als Land der Gärten und Residenzen. Er würdigte die Etablierung des Vereins GartenKultur Thüringen und das Engagement ehrenamtlicher Helfer. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass Gärten und Parks kontinuierliche Pflege benötigen und es an Fachkräften sowie Hilfsarbeitern mangele, beispielsweise im Schlosspark Bendeleben.

Er appellierte an die Politik, historische Orte, die auch für den Tourismus relevant sind, langfristig zu sichern. Mit Blick auf die Bundesgartenschau 2021 in Erfurt äußerte Alkewitz die Hoffnung auf langfristige Unterstützung für Landesgartenschauen, möglicherweise durch kleinere Projekte nach dem Vorbild Bayerns oder Baden-Württembergs.

Marion Walsmann, Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chefin der Thüringer Staatskanzlei, sprach im Namen der Landesregierung. Als Schirmherrin von GartenKultur Thüringen betonte sie die Bedeutung der Gärten:

Gärten haben Hochkultur.
Sie zeigte sich erfreut über die Bundesgartenschau 2021 in Erfurt, die an die Tradition der Erfurter Gartenhistorie anknüpfe. Die BUGA solle diese Tradition neu interpretieren und sich nicht als reines Gartenbaumuseum präsentieren.

Walsmann wies darauf hin, dass die Zeit großer und luxuriöser Investitionen vorbei sei. Sie begründete dies mit erwarteten Mindereinnahmen durch Bevölkerungsrückgang, sinkende EU-Mittel und das Auslaufen des Solidarpakts 2 im Jahr 2019, wodurch das Thüringer Haushaltsvolumen von 9,5 Mrd. Euro auf etwa 7,5 Mrd. Euro sinken werde. Trotz dieser Herausforderungen lobte sie die Arbeit der drei Verbände:

Gartenkultur gehört zu Thüringen. Die drei Verbände sind ein grüner Kompass für reiche und reichhaltige Angebote, und sie bringen große, kreative Ideen für das Land und darüber hinaus.

Eiko Leitsch, Präsident des FGL, äußerte sich positiv über die Lage der Branche im Garten- und Landschaftsbau. Er betonte die Notwendigkeit, langfristig zu planen, insbesondere bei Landesgartenschauen:

Vor allem in Sachen Landesgartenschauen, die eine deutliche Infrastrukturmaßnahme für Regionen ist, müssen klare Signale kommen.

Der Neujahrsempfang wurde von Rinn Beton- und Naturstein, der Baumschule Lorberg sowie der Leipziger Leuchten GmbH unterstützt.

01.02.2012

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