Messen und Veranstaltungen

230.000 Besucher: Gartenschau Waldkirchen setzt grenzüberschreitende Impulse

31.08.2007

Mit 230.000 Besuchern übertrifft die Gartenschau „Natur in Waldkirchen“ alle Erwartungen. Das grenzüberschreitende Konzept und 3,5 Mio. Euro Investitionen setzen nachhaltige Impulse für Stadtentwicklung, Tourismus und den Garten- und Landschaftsbau.

Rekordbesuch bei „Natur in Waldkirchen“ mit 230.000 Gästen

Mit rund 230.000 Besuchern schließt am kommenden Sonntag die sechste regionale Gartenschau „Natur in Waldkirchen“ ihre Tore. Damit übertraf die Veranstaltung die ursprünglichen Erwartungen deutlich und verzeichnete rund 50 Prozent mehr Gäste als prognostiziert. Die Bilanz unterstrich Umweltstaatssekretär Otmar Bernhard bei seinem Besuch in Waldkirchen.

„Die Gartenschau ‚Natur in Waldkirchen‘ lockte um die Hälfte mehr Besucher als anfänglich erwartet. Sie hat eine ‚Grüne Brücke‘ ins böhmische und oberösterreichische Umland geschlagen. Nicht nur Waldkirchen und sein Umland, sondern das ganze Drei-Länder-Eck werden davon dauerhaft profitieren.“

Die Schau setzte bewusst auf grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Partnern aus Tschechien und Österreich. Kinder und Jugendliche, Künstler sowie Handwerker aus den drei Ländern gestalteten gemeinsam zahlreiche Projekte und Attraktionen. Dieses Miteinander verlieh der Veranstaltung eine besondere internationale Note und stärkte die Vernetzung im Dreiländereck nachhaltig.

3,5 Millionen Euro Gesamtinvestitionen

Das Bayerische Umweltministerium unterstützte die Regionalschau mit rund 2,4 Millionen Euro aus Landes- und EU-Mitteln. Insgesamt beliefen sich die Investitionen auf etwa 3,5 Millionen Euro. Neben klassischen Ausstellungselementen standen insbesondere grenzüberschreitende Projekte im Fokus.

Konzeptionell beschritt Waldkirchen neue Wege. Statt eines zentralen Ausstellungsgeländes zog sich eine „Perlenkette“ aus Attraktionen entlang eines rund vier Kilometer langen Rundwegs durch das gesamte Stadtgebiet. Besucher konnten so nicht nur gärtnerische Gestaltungen erleben, sondern zugleich die Stadt selbst und ihre Bewohner kennenlernen.

Langfristige Impulse für Region und Branche

Mit dem dezentralen Ansatz wurden stadtentwicklungspolitische Akzente gesetzt, ohne sich auf einzelne Problemräume zu konzentrieren. Vielmehr integrierte die Schau bestehende Strukturen und machte Natur, Stadt und Landschaft als Gesamterlebnis erfahrbar. Für Kommunen im ländlichen Raum bietet dieses Modell interessante Ansätze für zukünftige Konzepte im Garten- und Landschaftsbau.

Die hohen Besucherzahlen gelten als deutliches Signal für die Attraktivität regionaler Gartenschauen. Gleichzeitig wecken sie Erwartungen an kommende Veranstaltungen, darunter „Natur in Rain am Lech“ im Jahr 2009. Gartenschauen erweisen sich nach Einschätzung des Staatssekretärs als nachhaltige Werbeträger für Kommunen und ihr Umland.

„Das Ende der Ausstellung ist eigentlich erst der Anfang. Gartenschauen geben übergreifende und langfristige Impulse für Umwelt, Bürger, Gewerbe und Tourismus“, so Bernhard.

Für Städte und Gemeinden im Gartenbau und im touristischen Umfeld unterstreicht Waldkirchen damit die Bedeutung regionaler Gartenschauen als Motor für Investitionen, Standortprofilierung und grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

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