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58. NordBau: Erfolgreiche Fachmesse trotz Baustellenbetrieb

Die 58. NordBau in Neumünster war ein Erfolg mit 70.400 Besuchern. Trotz laufender Modernisierungsarbeiten bot die Messe Einblicke in moderne Architektur und fokussierte auf Themen wie „Sicher bauen – sicher wohnen“ und Ladungssicherheit. Ein Ausblick auf die nächste Messe wird ebenfalls gegeben.

NordBau 2013: Einblicke in Modernisierung und Themenschwerpunkte

Die 58. NordBau in Neumünster verzeichnete mit 70.400 Besuchern aus dem In- und Ausland einen Erfolg. Nach sechs Messetagen werden die Modernisierungsarbeiten an den Holstenhallen fortgesetzt. Die Messe belegte wie in den Vorjahren die gesamte verfügbare Fläche von 69.000 Quadratmetern im Freigelände und 20.000 Quadratmetern in den Hallen.

Dirk Iwersen, Chef der Holstenhallen, beschrieb die Durchführung der Baufachmesse während der Umbauphase als eine „Operation am offenen Herzen, die ohne Komplikationen ablief.“ Besuchern wurden erste Einblicke in ein architektonisches Ensemble präsentiert, das denkmalgeschützte Elemente mit modernen Baustoffen verbindet. Dieses Konzept soll Wirtschaftlichkeit, Klimaschutz und Nutzerwohlbefinden vereinen. Iwersen betonte, dass die Themen, die seit Jahren die Leistungsschau des Bauens in Neumünster prägen, sich im Neubau widerspiegeln.

Ein zentrales Thema der Messe war „Sicher bauen – sicher wohnen“, das auf großes Interesse stieß. Mitarbeiter von Wohnungsunternehmen und Kommunen nutzten die Gelegenheit, sich über Neuheiten in diesem Bereich zu informieren. Die Qualitätsgemeinschaft Sicherungstechnik Nord (QSN) und Vertreter des Landespolizeiamtes Schleswig-Holstein fokussierten auf Einbruchprävention, ein aktuelles Thema angesichts gestiegener Wohnungseinbruchszahlen im Bundesland. Ein Informationsstand bot Beratung und eine Datenbank zu wohngesunden Baustoffen sowie geschulten Handwerksbetrieben.

Die Impulslehrgänge zum Thema „Ladungssicherheit“, die jeweils anderthalb Stunden dauerten, wurden von rund 150 Teilnehmern besucht. Diese lobten den zusätzlichen Service und Mehrwert der Messe. Die Spezialisten der Fortbildungseinrichtung DEULA vermittelten Kenntnisse über vorgeschriebene Richtwerte für Rutschmatten und die korrekte Anbringung von Zurrgurten.

Weitere Veranstaltungen des Rahmenprogramms befassten sich ebenfalls mit Sicherheitsthemen. Dazu gehörten:

  • „Arbeitsschutz im Wandel“, eine Fortbildungsveranstaltung der Berufsgenossenschaft Bau Hamburg
  • Die Fachtagung „Einbruchschutz“ in Kooperation von Sicherungstechnik Nord und Landespolizeiamt
  • Das „Fachforum innovative Dämmstoffe“ der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen
  • Die Neumünster Brandschutzfachtagung des Innenministeriums

Hersteller und Händler präsentierten auf dem Freigelände Jahres-Neuheiten sowie Deutschland- und Weltpremieren von Baumaschinen und Baugeräten. Im Fokus standen Techniken wie Hybridantriebe auf Hydraulikbasis, effiziente Verbrennungsprozesse und lastabhängige Steuerungen von Lüftung und Motorenkühlung. Diese Entwicklungen zielen auf Energieeffizienz und Kraftstoffeinsparung ab.

Ein weiterer Aspekt bei der Entwicklung neuer Technik ist die Integration von Mensch und Maschine für einen erfolgreichen Bauprozess. Eine arbeitsgerechte Ergonomie und hohe Sicherheitsstandards tragen dazu bei, dass Bediener sich wohlfühlen und die Maschinenleistung optimal genutzt werden kann. Dies war ein wiederkehrendes Diskussionsthema an den Ständen der Branchenvertreter mit den Fachbesuchern.

Bereits zur Eröffnung der NordBau betonten Redner wie Torsten Albig, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, die Bedeutung gut funktionierender Verkehrswege in Norddeutschland für die europäische Wirtschaft und die Metropolregionen Hamburg und Kopenhagen. Per Poulsen-Hansen, Königlich Dänischer Botschafter aus Berlin, hob hervor, dass Deutschland der größte Exportmarkt für Dänemark bleibe und eine entsprechende Verkehrsinfrastruktur höchste Priorität habe. Dies gelte für die gesamte nordeuropäische Region.

Thomas Echterhoff, Vorstandsmitglied im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, verwies auf die Notwendigkeit, die vernachlässigte Instandhaltung und den Ausbau der Infrastruktur für wachsende Waren-, Energie- und Verkehrsströme zügig nachzuholen. Er nannte die Rader Hochbrücke, den halbseitig gesperrten Rendsburger Kanaltunnel sowie die Schleusen am Nord-Ostsee-Kanal als dringende Bauaufgaben.

Die 59. NordBau in Neumünster, die erneut komplexe Bauthemen behandeln wird, findet vom 11. bis 16. September 2014 statt.

19.09.2013

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24537Neumünster
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