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7 Millionen Bäume für den Klimaschutz

Im Frühjahr 2015 wurden in Deutschland 7 Millionen Bäume für den Energieholzanbau gepflanzt. Diese schnellwachsenden Pappeln und Weiden dienen der Brennstofferzeugung und bieten Vorteile für Klimaschutz und Naturschutz.

Wachstum und Vorteile des Energieholzanbaus

Der Energieholzanbau in Deutschland verzeichnet ein Wachstum. Im Frühjahr 2015 wurden rund 7 Millionen Bäume auf landwirtschaftlichen Flächen neu gepflanzt. Bundesweit werden auf etwa 7.000 Hektar „Energiewald“ über 60 Millionen schnellwachsende Pappeln und Weiden kultiviert. Diese dienen der Erzeugung von Brennstoff als Alternative zu fossilen Energieträgern.

Ein Vorteil von Energiewäldern oder Energieholzplantagen ist die extensive Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen. Die Klimaschutzwirkung wird durch einen geringen Energieeinsatz erreicht. Aufgrund positiver Naturschutzeffekte werden die schnellwachsenden Feldgehölze gemäß EU-Reglement als ökologische Vorrangflächen anerkannt. Auch im Hinblick auf die Flächenkonkurrenz mit der Nahrungs- und Futtermittelproduktion bietet der Energieholzanbau Vorteile, da sich auch Ackerflächen von geringer Güte für die Kultivierung eignen.

Holz trägt mit über einem Drittel der in Deutschland erzeugten erneuerbaren Energie zum Klimaschutz bei. Im Wärmesektor ist Holz oft kostengünstiger als Erdgas oder Heizöl. Auch im Strommarkt leistet Energieholz einen Beitrag zur Stabilisierung der Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie.

Nur auf Basis unserer Energieholzplantagen können wir unseren Kunden langfristige Versorgungssicherheit mit erneuerbarer Wärme zu stabilen Preisen bieten. Der eigene Anbau sichert den Holzbezug langfristig ab. Jan Grundmann, Geschäftsführer der Energy Crops GmbH

Die Energy Crops GmbH bewirtschaftet bereits rund 2.000 Hektar Energieholzplantagen in Kooperation mit Landwirten. Bis 2030 wird europaweit eine Verdopplung des Energieholzbedarfs erwartet. Da die traditionellen Holzpotentiale aus dem Wald und aus Reststoffen bereits weitgehend genutzt werden, sind neue Quellen gefragt.

Der Energieholzanbau steht in Deutschland am Anfang der Markteinführung, verfügt jedoch über ein großes Wachstumspotenzial. Mittelfristig könnten unter Einsatz von 50 % der für den Energiepflanzenanbau verfügbaren Fläche jährlich rund 150 Millionen Tonnen Trockenmasse Energieholz zusätzlich in der EU erzeugt werden. Diese Rohstoffmenge könnte rechnerisch etwa ein Drittel des derzeitigen Steinkohleverbrauchs in der EU ersetzen oder den durchschnittlichen Wärmebedarf von 190 Millionen EU-Haushalten decken.

Energieholzplantagen können entscheidend zur Minimierung der entstehenden Holzlücke in Europa beitragen und gleichzeitig die Klimaschutzleistung der Landwirtschaft maximieren. Prof. Daniela Thrän, Mitglied des Bioökonomierats der Bundesregierung und Bereichsleiterin des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) sowie des Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung

Im Zusammenspiel mit Energieeinsparungen und Effizienzgewinnen erleichtert der Anbau von schnellwachsenden Baumarten die Abkehr von fossilen Energieträgern im Energiesektor. Mit landwirtschaftlichem Energieholz wird zudem eine regionale Rohstoffbasis für die angestrebte Bioökonomie geschaffen. In modernen Bioraffinerien lassen sich aus Holz Produkte erzeugen, die heute noch auf Erdöl basieren, darunter Kerosin, Kunststoffe, Spezialchemikalien und Kaugummi. Die Chancen und Perspektiven von Energieholzplantagen werden auch auf dem 15. Internationalen BBE-Fachkongress für Holzenergie am 01./02.10.2015 in Augsburg thematisiert.

07.07.2015

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