Erfolgreiche Teilnahme an der Berufe-Weltmeisterschaft
Das deutsche Landschaftsgärtner-Team, bestehend aus Julian Maier und Niklas Stadlmayr, erreichte bei der Berufe-Weltmeisterschaft in der Disziplin „Landscape Gardening“ den neunten Platz. Beide absolvierten ihre Ausbildung bei der Firma Bullinger Gartengestaltung in Donauwörth.
Die beiden Teilnehmer aus Bayern traten in Kasan, Russland, vor rund 250.000 Besuchern im „Kazan Expo International Exhibition Centre“ an. Bei dieser Veranstaltung kamen die weltbesten Nachwuchsexperten zusammen. Insgesamt starteten etwa 1.350 junge Teilnehmer aus über 60 Ländern in 56 nicht-akademischen Berufswettbewerben, den sogenannten Skills. Diese wurden von rund 1.300 Experten bewertet.
Wettbewerb „Landscape Gardening“
Julian Maier (22) und Niklas Stadlmayr (21) vertraten Deutschland im „Skill 37, Landscape Gardening“. Sie traten gegen 23 andere Nationen an, eine Rekordbeteiligung für diesen Wettbewerb, um die besten Nachwuchskräfte zu ermitteln.
Herausforderungen im Gastgeberland
Die genaue Aufgabenstellung war den Teilnehmern, wie bereits bei der Berufe-WM 2017, im Vorfeld nicht bekannt. Fest standen die Rahmenbedingungen: Innerhalb von vier Wettbewerbstagen musste ein 7 x 7 Meter großer Garten von zwei Personen gestaltet werden. Dieser sollte nationale Elemente des Gastgeberlandes integrieren und die Bandbreite des landschaftsgärtnerischen Berufs aufzeigen. In 21 Stunden Wettbewerbszeit war pro Team auf 49 Quadratmetern ein für alle 24 Nationen identischer Garten nach Plan zu realisieren.
Für eine vordere Platzierung waren über vier Tage hinweg volle Konzentration, Nervenstärke, präzises Zeitmanagement und höchste fachliche Genauigkeit erforderlich.
„Medallion for Excellence“ für deutsches Team
Den Weltmeistertitel sicherte sich das Team aus der Schweiz, gefolgt von Südtirol (Italien) mit Silber und Kolumbien mit Bronze. Julian Maier und Niklas Stadlmayr erhielten für ihre Leistung die „Medallion for Excellence“. Diese Auszeichnung der Jury würdigt herausragende Leistungen im „Skill 37 Landscape Gardening“ der 45. WorldSkills.
Die beiden deutschen Landschaftsgärtner, die sich bereits durch den Gewinn des deutschen Meistertitels für die WM qualifiziert hatten, zeigten auch auf der internationalen Bühne in Russland ihre Fähigkeiten. Sie boten den Zuschauern und Medienvertretern einen spannenden Wettkampf. Obwohl es nicht für den WM-Titel reichte, kann die Branche auf ihren gut ausgebildeten Nachwuchs stolz sein. Die Platzierung unter den Top Ten von 24 Nationen unterstreicht die Bedeutung der dualen Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau.
