Baustoffe & Materialien

Klimaanpassung in Städten: Der GDM.KLIMASTEIN im Einsatz in Aalen

Die Stadt Aalen setzt auf den GDM.KLIMASTEIN, um urbane Flächen klimaresilient zu gestalten. Dieses innovative Pflastersystem ermöglicht Entsiegelung, Regenwasserbewirtschaftung und verbessert das Stadtklima. Ein Vorzeigeprojekt für zukunftsfähige Stadtentwicklung.

Herausforderungen der Klimaanpassung in urbanen Räumen

Die Anpassung städtischer Räume an die Folgen des Klimawandels erfordert umfassende Maßnahmen. Extremwetterereignisse wie Starkregen und Hitze nehmen zu und verdeutlichen die Notwendigkeit, urbane Flächen zukunftssicher zu gestalten. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Entsiegelung und Begrünung von Flächen sowie ein angepasster Umgang mit Wasser. Innovative Lösungen, wie der GDM.KLIMASTEIN, tragen dazu bei, das Stadtklima und die Lebensqualität zu verbessern. Ein Beispiel hierfür ist die Neugestaltung der Flächen rund um das Rathaus in Aalen.

Deutsche Städte sind im Durchschnitt fast zur Hälfte versiegelt oder bebaut. In diesen Gebieten ist der natürliche Wasserkreislauf, der Verdunstung und Versickerung ermöglicht, oft unterbrochen. Dies führt dazu, dass die Klimaerwärmung im urbanen Raum besonders spürbar wird.

Multifunktionale Flächen für eine dezentrale Regenwasserbewirtschaftung

Städte benötigen neue Ansätze für eine dezentrale Regenwasserbewirtschaftung, die gleichzeitig die Vorteile befestigter Flächen und den Grundwasserschutz berücksichtigt. Es gilt, urbane Flächen zu schaffen, die mehrere Funktionen erfüllen: Sie sollen befestigt sein, Schadstoffe filtern, aber auch Wasserdurchlässigkeit gewährleisten und zum Hitzeschutz beitragen.

Aalener Stadtzentrum: Entsiegelung und neue Aufenthaltsqualität

Die Stadt Aalen hat sich dieser Herausforderung gestellt und den GDM.KLIMASTEIN für die Umgestaltung des ehemaligen betonierten Geländes neben dem Rathaus eingesetzt. In Zusammenarbeit mit Studio bauchplan, Landschaftsarchitektur & Stadtplanung, entstand eine grüne Parklandschaft. Tobias Baldauf, Gründer von bauchplan, beschreibt das Ergebnis als „ein Vorzeigemodell für klimaangepasste Stadtentwicklung“. Ein zentraler Parkplatz wurde in eine Parkanlage mit hoher Aufenthaltsqualität umgewandelt und das zuvor vollständig versiegelte Umfeld des Rathauses umfassend entsiegelt.

Ein Parkplatz im Zentrum wurde in eine hochwertige Parkanlage mit hoher Aufenthaltsqualität umgewandelt, das zuvor vollständig versiegelte Umfeld des Rathauses umfassend entsiegelt.

Zusätzlich wurde der Stadtbach an die Oberfläche zurückgeführt und renaturiert, was eine ökologische und soziale Aufwertung des Areals darstellt. Das Konzept von bauchplan beinhaltet auch die Wiederverwendung entnommener Materialien. Der Aalener Baubürgermeister Wolfgang Steidle bezeichnete diese Transformation als „Jahrhundertprojekt“.

Beitrag zur Klimaanpassung durch durchlässige Bodenflächen

Für die Neugestaltung wählten die Stadt Aalen und bauchplan den GDM.KLIMASTEIN als Bodenbelag. Tobias Baldauf betont die Bedeutung durchlässiger Bodenflächen in ihren Planungen. Entscheidend sei, was sich unterhalb der neu gestalteten Flächen befindet: „möglichst weit vernetzte Speichervolumen, die Niederschlagswasser aufnehmen und gezielt an bestehende sowie neu angelegte Grünflächen weitergeben können.“ Dieses System fördert eine optimale Verdunstung und leistet damit „einen zentralen Beitrag zur Klimaanpassung im urbanen Raum.“

Der GDM.KLIMASTEIN: Ein innovativer Pflasterstein für die Schwammstadt

Der GDM.KLIMASTEIN wurde entwickelt, um Städte widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu machen. Es handelt sich um einen versickerungsfähigen Pflasterstein der fünften Generation mit proActive-Funktionen für die Schwammstadt. Der Stein ist dreischichtig aufgebaut:

  • Eine Katalysatorschicht reduziert Luftschadstoffe an der Oberfläche.
  • Eine mittlere Speicherschicht nimmt Wasser auf, speichert es und gibt es langsam ab.
  • Eine Kapillarschicht ist weniger durchlässig, wodurch mehr Feuchtigkeit im Stein gespeichert und zusätzlich vom Erdreich aufgenommen wird. Dies führt zu einer erhöhten Verdunstung und Kühlung des bodennahen Mikroklimas.

Flächen, die mit dem GDM.KLIMASTEIN und dem zugehörigen Fugenmaterial verlegt sind, ermöglichen das Versickern von Niederschlägen durch die Fugen, wodurch ein natürlicher Wasserkreislauf unterstützt wird. Das Fugenmaterial filtert zudem Schadstoffe aus dem Wasser und schützt so das Grundwasser. Das im Stein gespeicherte Wasser fördert die Verdunstung und trägt zur Kühlung der Umgebung bei.

Ein weiterer Aspekt des GDM.KLIMASTEIN ist seine Oberflächenbeschaffenheit, die Sonnenlicht reflektiert und so die Aufheizung des Pflasters reduziert. Die Art der Verlegung kann zudem Fahrgeräusche absorbieren. Der GDM.KLIMASTEIN unterstützt somit eine dezentrale Wasserbewirtschaftung, reduziert die Schadstoffbelastung in der Luft und trägt zu einem angenehmeren Umgebungsklima bei.

25.11.2025

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