Tipps für den sicheren Einsatz von Arbeitsbühnen bei Schnee und Glätte
Kälte, Schnee und kurze Tage erhöhen auf Winterbaustellen die Anforderungen an Arbeitsbühnen und Bedienpersonal deutlich. Gerade wenn Termine eingehalten werden müssen, dürfen Sicherheitsaspekte nicht in den Hintergrund rücken. Der bundesweit tätige Vermieter mateco gibt konkrete Hinweise für den unfallfreien Einsatz in der kalten Jahreszeit.
„Schnee, Glätte und Dunkelheit erhöhen im Winter die Risiken deutlich. Umso wichtiger sind regelmäßige technische Kontrollen, eine stabile Abstützung sowie eine gute Sichtbarkeit der Maschine. Auch persönliche Schutzausrüstung, Bedienerschulungen und Arbeitsorganisation spielen eine zentrale Rolle für die Sicherheit.“
Technik und Untergrund im Blick behalten
Vor jedem Einsatz sollten Hydraulik, Batterie, Reifen, Bremsen und Beleuchtung auf einwandfreie Funktion geprüft werden. Niedrige Temperaturen können die Leistungsfähigkeit der Geräte spürbar beeinträchtigen. Eine sorgfältige Sicht- und Funktionskontrolle ist daher Pflicht.
Ebenso entscheidend ist die Standsicherheit. Der Untergrund muss inspiziert und von Schnee oder Eis befreit werden. Unterlegplatten, Kanthölzer oder Keile sind fachgerecht einzusetzen, um ein sicheres Abstützen der Maschine zu gewährleisten.
Rutschgefahr und Sichtbarkeit minimieren
Plattformen, Treppen und Geländer sind konsequent von Schnee und Eis zu befreien. Rutschfeste Sicherheitsschuhe reduzieren zusätzlich das Unfallrisiko. Bei Dunkelheit oder schlechter Sicht erhöhen Rundumkennleuchten, reflektierende Markierungen und Arbeitsscheinwerfer die Wahrnehmbarkeit der Maschine.
Der Arbeitsbereich sollte klar abgesichert werden. Zusätzliche Signalanlagen können helfen, Gefahrenbereiche deutlich zu kennzeichnen – insbesondere bei Einsätzen im öffentlichen Raum oder auf engen Baustellen.
Organisation und Qualifikation als Sicherheitsfaktor
Neben der Technik spielt die persönliche Schutzausrüstung eine zentrale Rolle. Wetterfeste, reflektierende Kleidung, geeignete Helme und persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) sind unverzichtbar. Nur geschulte und unterwiesene Mitarbeiter mit entsprechender Gerätequalifikation dürfen eingesetzt werden.
Auch die Arbeitsorganisation trägt wesentlich zur Sicherheit bei. Tageslichtzeiten sollten optimal genutzt, Einsatzpläne flexibel gestaltet und Aufwärmpausen eingeplant werden. Bei Schnee oder Glätte ist das Fahrverhalten anzupassen: reduzierte Geschwindigkeit sowie längere Anfahr- und Bremswege sind einzuplanen.
Mit sorgfältiger Vorbereitung, qualifiziertem Personal und winterfesten Baumaschinen lassen sich auch anspruchsvolle Einsätze im Winter sicher und effizient bewältigen. Praxisnahe Beratung und Schulungen unterstützen Bauunternehmen dabei, Risiken auf Winterbaustellen konsequent zu minimieren.


