Studierende aus mehreren Ländern gestalten erste Bereiche des IGA-Campus in Berlin
Mit einem internationalen Workcamp haben die baulichen Vorbereitungen für den zukünftigen IGA-Campus begonnen. Studierende der Landschaftsarchitektur aus Marseille, Versailles, Wien, Weihenstephan und Berlin arbeiten derzeit gemeinsam auf dem Gelände am Fuße des Kienbergs.
Der Campus der Internationalen Gartenausstellung entsteht auf einem rund 600 Meter langen und 20 Meter breiten Areal. Geplant ist ein Bildungs- und Begegnungsort, an dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam lernen, gestalten und praktische Erfahrungen sammeln können.
Grünes Klassenzimmer der IGA
Der IGA-Campus soll 2017 als „grünes Klassenzimmer“ genutzt werden. Vorgesehen sind unter anderem gemeinschaftlich gestaltete Beete, neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen sowie Angebote rund um Wildkräuter, Ernährung und Umweltbildung.
Das Umweltbildungsprogramm entsteht in Zusammenarbeit mit der GRÜNEN LIGA BERLIN. Grundlage für die Gestaltung ist ein Konzept des Berliner Landschaftsarchitekturbüros atelier le balto.
Geplant ist eine modulartige Struktur aus Beeten und naturbelassenen Holzpodesten. Ergänzt wird die Anlage durch eine mobile Kochstation und Lehrbaustellen.
Studierende sammeln praktische Erfahrungen
Im Rahmen des einwöchigen Workshops arbeiten die angehenden Landschaftsarchitekten unter Anleitung von atelier le balto direkt vor Ort. Im Mittelpunkt stehen Gehölzschnittarbeiten an bestehenden Bäumen und Sträuchern.
Ziel der Maßnahmen ist es, gezielte Blickbeziehungen zu den Kienbergterrassen zu schaffen und das Gelände gestalterisch aufzuwerten.
Für die praktischen Arbeiten stellt die schwedische Unternehmensgruppe Husqvarna verschiedene Geräte zur Verfügung, darunter Bodenfräsen und Schnittguthäcksler.
Austausch zwischen Theorie und Praxis
Neben der praktischen Arbeit bietet das Workcamp den Teilnehmern Gelegenheit zum internationalen Austausch und zum Kennenlernen Berlins.
„Daneben möchten wir einen Dialog zwischen dem Laissez-faire (Freiheit lassen) und Savoir-faire (know how) anregen“, sagt Véronique Faucheur von atelier le balto.
Das Projekt zeigt beispielhaft, wie sich Umweltbildung, Landschaftsarchitektur und praktische Arbeiten im Garten- und Landschaftsbau miteinander verbinden lassen.
