Herausforderungen in der Nachwuchssicherung der Baumschulwirtschaft
Mehrere Faktoren führen zu einer kritischen Einschätzung der zukünftigen Fachkompetenz in den BdB-Mitgliedsbetrieben. Dazu zählen die demografische Entwicklung, der Wettbewerb auf dem Ausbildungsmarkt, eine rückläufige Ausbildungstätigkeit in der Branche sowie die zunehmend schwieriger werdende Situation der begleitenden Beschulung im Rahmen der dualen Berufsausbildung.
Die Vertreter der Baumschulwirtschaft betonen die Notwendigkeit, die Anzahl qualitativ hochwertiger Ausbildungsplätze kurzfristig zu erhöhen. Gleichzeitig soll das Berufsbild und seine Möglichkeiten gegenüber Jugendlichen und der Öffentlichkeit nachhaltig verbessert werden. Alle an der Ausbildung Beteiligten sind aufgerufen, den Beruf im direkten und persönlichen Kontakt positiv darzustellen.
Rolle des Verbandes und der Politik bei der Nachwuchsförderung
Der BdB soll in Zusammenarbeit mit berufsständischen Partnern Rahmenbedingungen schaffen, die eine qualitativ hochwertige Ausbildung ermöglichen. Dies umfasst die Festlegung von Ausbildungsinhalten sowie die Schaffung praxisnaher Regelungen für eine erfolgreiche, fachrichtungsorientierte Beschulung der Auszubildenden.
Der BdB ruft mit dieser Resolution alle Mitgliedsunternehmen dazu auf, sich im Ausbildungssektor und bei der positiven Darstellung der Baumschulwirtschaft und des breiten Tätigkeitsfeldes der Branche aktiv zu engagieren.
Ebenso werden die für die gärtnerische Ausbildung zuständigen Ministerien, Behörden und Institutionen aufgefordert, aktiv an einer zukunftsorientierten Ausbildung mitzuwirken. Diese soll fachrichtungsorientiert und bundesweit auf hohem Qualitätsniveau umgesetzt werden können. Angesichts der Entwicklungen sind neue Lösungen in der Beschulung erforderlich, die auch bundesländerübergreifende Umsetzungen nicht ausschließen dürfen.