Freisprechungen würdigen Nachwuchs und stärken Fachkräftebasis im GaLaBau
In fünf bayerischen Regierungsbezirken haben im Juli 2024 insgesamt 304 Auszubildende ihre Abschlussprüfungen im Garten- und Landschaftsbau erfolgreich bestanden. Die feierlichen Freisprechungen bildeten den Höhepunkt der Veranstaltungen und markierten den offiziellen Eintritt in den Berufsstand. Neben Zeugnisübergaben wurden auch herausragende Leistungen gewürdigt: 15 Absolventinnen und Absolventen erhielten für ihre Bestnoten eine besondere Auszeichnung des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern (VGL Bayern).
Die Freisprechungsfeiern sind ein fester Bestandteil im bayerischen Ausbildungskalender. Rund 70 Prozent der Auszubildenden im Gartenbau entscheiden sich für den GaLaBau – damit bleibt die Fachrichtung die mit Abstand wichtigste innerhalb der Branche. Organisiert werden die Veranstaltungen gemeinsam von den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, dem VGL Bayern sowie weiteren Verbänden und Berufsschulen.
Auftakt in der Oberpfalz
Den Auftakt machte das Staatliche Berufliche Schulzentrum Regensburger Land am 18. Juli mit 22 neuen Fachkräften. Besonders erfolgreich schnitten Benedikt Wolfinger, Johanna Piendl und Christoph Karl ab. Neben den Ehrungen für die Prüfungsbesten wurde auch das Engagement in der Ausbildung gewürdigt: Georg Weißmüller erhielt eine Auszeichnung für seinen langjährigen Einsatz in der Berufsbildung.
Mittelfranken und Niederbayern mit starken Jahrgängen
Am 23. Juli folgte die Freisprechung in Ansbach mit 63 Absolventinnen und Absolventen. VGL-Bayern-Präsident Dietmar Lindner führte die Zeremonie durch und erhob die Nachwuchskräfte offiziell in den Berufsstand. Zu den Besten zählten Lara Klostermeyer, Hannah Leberle und Maximilian Göricke. Auch hier wurde mit Gerhard Biedenbacher ein Ausbildungsbetrieb für sein Engagement besonders geehrt.
Ebenfalls am 23. Juli fand in Landshut-Schönbrunn die Abschlussfeier für 37 niederbayerische Fachkräfte statt. Regionalvorsitzender Jürgen Widl betonte die Bedeutung des Berufseinstiegs:
„Mit dem heutigen Tag stehen Ihnen alle Wege offen. Es warten vielfältige Aufgaben auf Sie, von der Gestaltung von Hausgärten und öffentlichen Grünanlagen über den Sportplatzbau bis hin zu Gebäudebegrünungen. Wir brauchen Sie dringend zur Bewältigung der großen Herausforderungen unserer Zeit.“
Zu den Prüfungsbesten gehörten Kilian Hilgers, Franziska Tahedl und Niklas Blasi.
Große Abschlussfeier in Oberbayern
Mit 140 Absolventinnen und Absolventen stellte Oberbayern den größten Jahrgang. Die Feier fand am 25. Juli in München statt. Andreas Heilmann hob die Bedeutung kontinuierlicher Weiterbildung hervor:
„Die Qualität in der beruflichen Vorbereitung ist entscheidend. Notwendig sind aber auch kontinuierliche Fortbildungen, beispielsweise durch Fachliteratur, Seminare, Fachtagungen oder Zusatzqualifikationen wie den Meister oder Techniker. Ich empfehle Ihnen insbesondere, Ihr Pflanzenwissen stetig zu erweitern.“
Die besten Ergebnisse erzielten David Meyer, Pia Mayr und Konrad Hainz. Otto Reichl wurde für seinen Einsatz in der Ausbildung ausgezeichnet.
Abschluss in Schwaben und weitere Termine
Den Abschluss der Juli-Termine bildete Schwaben mit 42 neuen Fachkräften. Josef Bullinger stellte die Vielfalt des Berufs heraus:
„Wir verwenden Erde, Wasser, Stein, Holz und viele weitere Materialien. Am wichtigsten aber sind die Pflanzen. In einem Satz: Wir bauen Klima! Dabei pflegen wir Teamgeist und ernten Anerkennung und Bewunderung.“
Als Prüfungsbeste wurden Benjamin Rauter, Philip Warisch und Elias Gutmair ausgezeichnet. Weitere Freisprechungsfeiern folgen im September in Oberfranken und Unterfranken. Damit setzt Bayern ein klares Signal für die Nachwuchsförderung im Gartenbau und sichert die Fachkräftebasis für kommende Aufgaben in der grünen Branche.


