Pia Bauers Weg zur Spitzenfloristin
Pia Bauer, eine Floristin mit Auszeichnung, bereichert mit ihren Blumenkreationen den Alltag ihrer Kunden. Seit einem Jahr arbeitet sie gemeinsam mit ihrer Mutter Margit im familieneigenen Blumengeschäft. Die beiden Frauen sind Teil der Kampagne „Elternstolz“, einer Initiative des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, der Industrie- und Handelskammern in Bayern (BIHK) sowie der Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern (HWK).
Schon als Kind verbrachte Pia Bauer ihre Nachmittage im Blumengeschäft ihrer Eltern. Sie band Sträuße und arrangierte Gestecke, die sie anschließend auf dem Tresen präsentierte. Heute ist ihre Mutter Margit Bauer sichtlich stolz auf die Berufswahl ihrer Tochter. Pia Bauer schloss 2015 ihre Ausbildung zur Floristin als bundesweit Beste ihres Jahrgangs ab und wurde dafür in Berlin ausgezeichnet.
Die Kampagne „Elternstolz“ zielt darauf ab, Jugendliche und deren Eltern von den Vorteilen einer Handwerkslehre oder Ausbildung zu überzeugen. Für Pia Bauer war die Ausbildung zur Floristin eine naheliegende Entscheidung, da sie bereits in ihrer Kindheit eine Leidenschaft für Blumen und kreatives Gestalten entwickelte.
Vom Familienbetrieb zur bundesweiten Auszeichnung
Der Betrieb „Rückel + Bauer Gärtnerei und Blumenfachgeschäft“ wird seit rund 20 Jahren von Pias Eltern Frank und Margit Bauer in Stadtlauringen bei Schweinfurt geführt. Zum Unternehmen gehören zudem zwei Filialen in Maßbach und Saal an der Saale. Neben Pia ist auch ihr Bruder Maximilian im Betrieb tätig, wobei er sich auf die Gärtnerei konzentriert und Pia auf die Floristik.
Ihre Ausbildung begann Pia Bauer nicht im elterlichen Betrieb, sondern in einem Blumengeschäft in Nürnberg. Dort sammelte sie Erfahrungen in einem urbanen Umfeld und wirkte unter anderem an der Dekoration des Nürnberger Opernballs mit. Später wechselte sie zu einer Floristin in Aschaffenburg, wo sie nach eigener Aussage viel lernte und sich zu einer Spitzen-Floristin entwickelte. Ihre Abschlussarbeit umfasste unter anderem die Gestaltung eines Raumes mit 2,70 Meter hohen Metallsäulen und einen Kranz aus Metallspänen.
Pia Bauer beherrscht das gesamte Spektrum der Floristik, von Hochzeitssträußen über Trauerkränze bis hin zu Muttertagsgestecken. Neben der kreativen Arbeit schätzt sie auch die Kundenberatung und kaufmännische Aufgaben. Während ihrer Ausbildung erwarb sie zudem botanisches und kunsthistorisches Wissen. Ihr Lieblingsfach an der Berufsschule, „Lifestyle“, vermittelte ihr Kenntnisse über neue Designtrends wie Ethno, Landhausstil oder Retro.
Ihre Mutter Margit Bauer betont, dass Pia durch ihre Erfahrungen neue Stile in den Betrieb eingebracht hat. Die Zusammenarbeit zwischen Mutter und Tochter beschreibt Margit Bauer als harmonisch. Sie kann sich vorstellen, dass Pia und ihr Bruder Maximilian den Betrieb eines Tages gemeinsam übernehmen werden.
Bedeutung der beruflichen Bildung
Die Kampagne „Elternstolz“ hebt die Karriere- und Entwicklungschancen der beruflichen Bildung hervor. Ilse Aigner, Bayerns Wirtschaftsministerin, betont, dass diese einem Studienabschluss in nichts nachstehen. Ziel ist es, dem Fachkräftemangel in der bayerischen Wirtschaft entgegenzuwirken. Im September 2015 waren in Bayern noch 10.737 Lehrstellen unbesetzt.
Wir setzen ein klares Zeichen: Die berufliche Bildung bietet jungen Menschen Karriere- und Entwicklungschancen, die einem Studienabschluss in nichts nachstehen.
Georg Schlagbauer, Präsident der Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern, unterstreicht die Rolle der Eltern bei der Berufswahl ihrer Kinder. Die Kampagne soll emotional aufzeigen, dass Eltern stolz auf ihre Kinder sein können, wenn diese durch eine erfolgreiche Berufsausbildung finanzielle Sicherheit und dauerhafte Beschäftigungsperspektiven erhalten.
Eltern sind für die Berufswahl ihrer Kinder die wichtigsten Beeinflusser und Mitentscheider. Die Kampagne zeigt emotional auf, dass Eltern auf ihre Kinder stolz sein können, wenn diese durch eine erfolgreiche Berufsausbildung finanzielle Sicherheit und dauerhafte Beschäftigungsperspektiven erhalten.
Dr. Eberhard Sasse, Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages, hebt die Bedeutung der Betriebe und Berufsschulen als Lernorte hervor, wo Theorie und Praxis zusammenkommen. Er betont, dass jeder Jugendliche seinen Neigungen entsprechend lernen kann, was Aufstiege in leitende Funktionen bis hin zur Selbstständigkeit ermöglicht.
Die Lernorte für eine erfolgreiche Ausbildung sind unsere Betriebe und unsere Berufsschulen. Hier treffen sich Theorie und Praxis, was auch international als Erfolgsfaktor gilt. Jeder Jugendliche kann seinen Neigungen entsprechend lernen. Das macht den Aufstieg in leitende Funktionen bis hin zur Selbständigkeit möglich. So findet jede und jeder eine Entwicklungsperspektive und einen Platz in der Gesellschaft.
