Praktische Anwendung und theoretische Grundlagen
Auszubildende des dritten Lehrjahres im Garten- und Landschaftsbau haben an der Philipp-Holzmann-Schule in Frankfurt eine Bambuskübelbepflanzung realisiert. Holger Ehrlich, Geschäftsführer des Fachbetriebes „Bambus und mehr“, unterstützte die Aktion.
Die Pflanzung erfolgte nach einer theoretischen Einführung zu Herkunft, Eigenschaften und Bedürfnissen von Bambus. Die Auszubildenden setzten 13 verschiedene Exemplare der Gattungen Fargesia und Phyllostachys in ein Spezialsubstrat. Die Pflanzen und das Substrat wurden vom unterstützenden Betrieb bereitgestellt.
Fachwissen für die Praxis
Holger Ehrlich, der selbst in China lebte, möchte mit diesem Engagement die Beratungskompetenz von Landschaftsgärtnern im Bereich Bambus stärken. Ein Fokus liegt dabei auf der Auswahl geeigneter Gattungen und Arten, um spätere Reklamationen zu vermeiden.
Er betont die Notwendigkeit, den Platzbedarf und das Ausbreitungspotenzial von Bambus bei der Planung zu berücksichtigen. Ehrlich setzt sich zudem dafür ein, dem Vorurteil entgegenzuwirken, dass Bambus im privaten Hausgarten zwangsläufig zu nachbarrechtlichen Problemen führt.
Einsatz im Berufsschulunterricht
Die erstellte Kübelpflanzung dient künftig als Lehrmittel für verschiedene Bereiche des Berufsschulunterrichts. Dazu gehören vegetationstechnische Arbeiten, Vermehrung, Bestimmung und die Verwendung von Pflanzen im GaLa-Bau. Im kommenden Frühjahr wird die Pflanzung durch den Bau einer gesponserten Bewässerungsanlage in einem eintägigen Seminar ergänzt.


