„Werkstatt live“: Einblicke in die Baumaschinenmechanik
Im Zentrum der 3.000 Quadratmeter großen Halle B0 stand die „Werkstatt live“. Über sieben Tage waren rund 56 Vorführungen geplant, die jeweils zur vollen Stunde stattfanden. Auszubildende und ihre Ausbilder führten in kleinen Gruppen mit Werkstattwagen und Werkzeugen verschiedene Wartungsaufgaben durch. Moderatoren befragten sie dabei zu ihrem Beruf.
Keine Show gleicht der anderen, denn immer gibt es ein neues Thema oder einen anderen Aspekt, der herausgestellt wird.
So Maik Atig, einer der Moderatoren. Die Themen variierten von der Motivation der Auszubildenden über Aufstiegs- und Verdienstmöglichkeiten bis hin zu Auslandseinsätzen.
Zeppelin stellte für „Think Big“ einen Cat Mobilbagger M313D zur Verfügung. An diesem arbeiteten die Auszubildenden Kerstin Hof, Aileen Bönisch, Philip Ludwig und Sebastian Stenzel sowie der Servicetechniker Tobias Forster in Abstimmung mit dem Außendienstmeister Alexander Wolf. Jeder Handgriff und die einzelnen Arbeitsschritte wurden auf einem Großbildschirm übertragen. Sie demonstrierten gängige Wartungsaufgaben aus dem Arbeitsalltag.
Diese umfassten einfache Servicearbeiten, Fehlersuche, Montagearbeiten, Verschleißmessungen, Druck- und Funktionsprüfungen, einen Diagnosetest, eine Datenfernabfrage sowie die Konfiguration in der Motorelektronik. Die Dauer der Arbeiten variierte zwischen zehn Minuten und einer halben Stunde. Ein Probedurchlauf fand sechs Wochen vor Messebeginn statt, um die Abläufe zu testen.
Wir wollen Schülern vermitteln, wie faszinierend Berufe rund um Baumaschinen sind. Bei Zeppelin haben wir das Thema schon länger auf dem Schirm. Bereits auf der letzten NordBau haben wir uns am Nordjob-Bau-Tag beteiligt und unseren Fokus bei unserem Messeauftritt nicht nur auf Baumaschinen, sondern auch auf die Werbung von Nachwuchskräften gesetzt, um uns bei Schülern als attraktiver Arbeitgeber zu empfehlen.
Dies erklärte Stephan Bäumler, Zeppelin Bereichsleiter Marketing und Kommunikation. Die Initiative der NordBau entstand aus ähnlichen Beweggründen wie „Think Big“, um den Nachwuchssorgen der Unternehmen entgegenzuwirken.
Die Vorführungen sollten junge Menschen von den Berufsmöglichkeiten überzeugen und Einblicke in die Arbeitswelt geben. Ziel war es auch, alte Klischees über die Arbeit mit Baumaschinen zu überwinden.
Heute erfordert der Einsatz hochmoderner Baumaschinen, bei denen es um Sensoren, GPS, Laser und alternative Antriebe geht, ein umfassendes Fachwissen. Das gilt für die Maschinenführer genauso wie für Servicetechniker, die sich perfekt mit Hydraulik, Motorentechnologie und der Elektronik auskennen müssen. Ohne Laptop geht da heute gar nichts mehr.
Dies führte Walter Rohusch aus, der bei Zeppelin die gewerbliche Ausbildung leitet. Im Rahmen von „Think Big“ warb das Unternehmen auch für die Ausbildung von Groß- und Außenhandelskaufleuten sowie Fachinformatikern. Weitere Karrieremöglichkeiten boten duale Studiengänge für Kaufleute und Wirtschaftsingenieure.
