Moderne Simulatortechnik ermöglicht sichere und praxisnahe Schulungen für Maschinenführer
Mit modernen Simulatorlösungen wollen Caterpillar und Zeppelin die Aus- und Weiterbildung von Maschinenführern praxisnäher, sicherer und effizienter gestalten. Die Systeme ermöglichen es, typische Arbeitsabläufe und anspruchsvolle Baustellensituationen realitätsnah zu trainieren, ohne dass Fahrer direkt in einer echten Maschine sitzen müssen.
Die Simulatoren richten sich an Bauunternehmen und Gewinnungsbetriebe, die neues Personal anlernen oder erfahrene Maschinenführer weiterqualifizieren möchten. Gleichzeitig sollen sie helfen, Sicherheitsrisiken sowie Schäden an Maschinen zu reduzieren.
Realitätsnahes Training ohne Risiko
Nach Angaben von Zeppelin bieten Simulatoren die Möglichkeit, auch schwierige oder kritische Situationen gefahrlos zu üben. Dazu zählen beispielsweise das Arbeiten an Kipppunkten oder komplexe Bewegungsabläufe auf engem Raum.
„Was in einem Flugzeug funktioniert, gilt im weitesten Sinn auch für Baumaschinen. Selbst mit ihnen lassen sich alltägliche Abläufe auf Baustellen visualisieren, und diese können dann damit gefahrlos realitätsnah trainiert werden, ohne dass der Fahrer in einer echten Kabine sitzen muss“, erklärt Staale Hansen, Leiter Produktmanagement für Großgeräte bei Zeppelin.
Die Systeme erfassen den Lernfortschritt der Teilnehmer und ermöglichen eine gezielte Auswertung der Trainingsleistungen. Dadurch können Arbeitsabläufe effizienter eingeübt und Sicherheitsstandards verbessert werden.
Drei Simulatorvarianten für unterschiedliche Anforderungen
Zum Angebot gehört zunächst die kompakte Variante „Cat SimLite“. Das System basiert auf einer standardisierten Plattform und eignet sich unter anderem für die Simulation von Dozern und Baggern. Bestandteil der Schulung sind Sicherheitsunterweisungen, Maschinenkontrollen sowie praktische Übungen zum Fahren, Planieren oder Materialumschlag.
Die Simulationsplattform arbeitet mit originalgetreuen Cat-Bedienelementen und unterstützt die Teilnehmer mit Videos und Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Optional kann das System um Virtual-Reality-Technologie erweitert werden, um eine noch realistischere Wahrnehmung der Baustellenumgebung zu ermöglichen.
Als zweite Variante bietet Zeppelin einen modular aufgebauten Fahrerstand an, der für Veranstaltungen, Recruitingmaßnahmen oder Schulungen gemietet werden kann. Durch den modularen Aufbau lassen sich unterschiedliche Maschinenmodelle simulieren.
Vollkabinen-Simulatoren für komplexe Einsätze
Besonders praxisnah sind die gemeinsam mit Oryx entwickelten Vollkabinen-Simulatoren. Sie basieren auf realen Fahrerkabinen von Cat-Baumaschinen und verfügen über Motion-Plattform-Technologie, die Bewegungen und Vibrationen realistisch nachbildet.
Unter anderem wurden ein Cat-Kettenbagger 336, ein Longfrontbagger 340F UHD sowie ein Cat-D6-XE-Kettendozer simuliert. Damit lassen sich beispielsweise Abbrucharbeiten in großer Höhe oder der Umgang mit 3D-Steuerungen trainieren.
Für die Entwicklung der Software wurden reale Baustellen besucht, um typische Einsatzbedingungen möglichst exakt abzubilden. Die Simulatoren erzeugen dabei eine 360-Grad-Baustellenumgebung und vermitteln Fahrern ein realistisches Arbeitsgefühl.
Simulatoren gewinnen im Recruiting an Bedeutung
Nach Einschätzung von Zeppelin steigt das Interesse an Simulatorlösungen angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels deutlich an. Unternehmen nutzen die Systeme nicht nur zur Qualifizierung von Mitarbeitern, sondern zunehmend auch für Recruitingmaßnahmen.
„Simulatoren bieten eine gute Möglichkeit, Fahrer kontinuierlich zu schulen und Simulatoren für das Recruiting von Fachpersonal einzusetzen“, so Staale Hansen.
Auch für den Garten- und Landschaftsbau können Simulatoren künftig an Bedeutung gewinnen, etwa bei der Schulung von Maschinenführern für Erdarbeiten, Geländeprofilierung oder den sicheren Umgang mit schweren Geräten.
