Aus- und Weiterbildung

Berufsinformationstag für Flüchtlinge: Einblick in den Landschaftsgärtnerberuf

Ein Berufsinformationstag in Kirchheim unter Teck bot 40 Flüchtlingen Einblicke in den Landschaftsgärtnerberuf. Die Veranstaltung weckte großes Interesse und zeigte hohes Potenzial für Praktika und Ausbildungen in der Branche.

Praktische Einblicke und hohe Motivation der Teilnehmer

Karl Zimmermann ermutigte die Teilnehmer, eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner in Betracht zu ziehen. Albrecht Bühler zeigte sich beeindruckt von der Resonanz:

An den Arbeitsstationen wurde deutlich, dass über 20 Teilnehmer für ein Praktikum im Landschafts- und Gartenbau geeignet sind. Wir sind sehr begeistert, dass so viele mit so einer hohen Motivation teilgenommen haben.

Der Verband sucht nun Unternehmen, die Praktikumsplätze für die interessierten Teilnehmer anbieten. Ziel des Berufsinformationstages war es, das Interesse für den Beruf des Landschaftsgärtners zu wecken und Flüchtlinge in Betriebe zu integrieren. Gleichzeitig erhofft sich der Verband, dass weitere Betriebe Praktikumsplätze zur Verfügung stellen, um den Einstieg in eine Ausbildung und eine berufliche Karriere zu ermöglichen.

Die Teilnehmer erhielten vor Ort einen Einblick in die Vielseitigkeit des Berufs und konnten an vier Stationen praktische Tätigkeiten ausprobieren. Unter Anleitung von Auszubildenden, Landschaftsgärtnern und Ausbildern lernten sie Pflasterarbeiten und den Umgang mit Pflanzen kennen. Zudem bestand die Möglichkeit, Baumaschinen zu fahren.

Erfahrungsberichte und Unterstützung für den Berufseinstieg

Zu den Ansprechpartnern gehörten Gevara Abdallah und Dhia Tlili. Gevara Abdallah, der 2015 aus Syrien nach Deutschland kam, hat eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner begonnen. Dhia Tlili, der 2002 aus Tunesien flüchtete, ist ebenfalls als Landschaftsgärtner tätig. Beide berichteten über ihre berufliche Laufbahn und ihren Weg in den Garten- und Landschaftsbau.

Die Organisation der Veranstaltung erfolgte durch Andreas Haupert, Willkommenslotse des VGL-BW, in Zusammenarbeit mit den Arbeitsagenturen und Jobcentern des Arbeitsagenturbezirkes Göppingen. Haupert hob die Unterstützung durch die Landschaftsgärtner hervor. Die Firma Eberle Hald stellte Arbeitshandschuhe zur Verfügung, die den Teilnehmern das direkte Anpacken ermöglichten. Die Stelle des Willkommenslotsen wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

02.12.2016

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