Konzept und Gestaltung des neuen Bibelgartens
Klostergärten haben traditionell eine wichtige Rolle in der Pflanzen- und Heilmittelkunde gespielt und dienten als Nutz- sowie zur Verbreitung von Natur- und Kulturpflanzen. Der neue Bibelgarten in St. Pölten führt diese Tradition fort.
Wir freuen uns sehr, dass DIE GARTEN TULLN Standort für den neuen Bibelgarten sein darf und so die Jahrhunderte alte Tradition der religiös motivierten Gärten fortführt.
Dies erklärte Franz Gruber, Geschäftsführer der GARTEN TULLN, bei der Eröffnung des 210 Quadratmeter großen Bibelgartens. Die im Garten verwendeten Symbole und Pflanzen dienen nicht primär der gärtnerischen Gestaltung, sondern repräsentieren Themen und Geschichten aus der Bibel.
Die Bepflanzung umfasst Arten, die in der Bibel erwähnt werden, darunter Feigenbaum, Maulbeerbaum, Olive, Granatapfel, Weizen, Lorbeer und eine Dattelpalme. Um die Vegetation des Heiligen Landes dauerhaft darzustellen, wurden Kübelpflanzen integriert, die den Wüstenpflanzen das Überwintern ermöglichen.
Um die Vegetation des heiligen Landes dauerhaft darstellen zu können, wurden Kübelpflanzen im Garten integriert, damit die Wüstenpflanzen auch den Winter überstehen.
Der Bibelgarten ist so gestaltet, dass er zum Verweilen einlädt. Im zentralen Bereich befinden sich zwölf Holzstämme, die als Sitzplätze dienen und die zwölf Apostel symbolisieren. Diese sind von einer erhöhten Mauer umgeben. Ein Mosaik am Boden in der Mitte des Gartens zeigt das urchristliche Fisch-Symbol. Eine Lesenische und ein Spiegel, die zur Selbstreflexion anregen sollen, ergänzen die Gestaltung des Gartens.
Es wurde ein Garten geschaffen, in dem Menschen vom Glauben berührt werden und ins Gespräch kommen sollen. Er soll die Sehnsucht nach dem Paradies wecken.
Dies erläuterte Generalvikar Prälat KR Mag. Eduard Gruber. Der Bibelgarten ist einer von drei neu angelegten Gärten auf der ökologischen Gartenschau Europas; die anderen beiden sind der Waldgarten und der Garten der Generationen.
