Historische Glashäuser vor der Wiedereröffnung im Botanischen Garten
Die Gebäude des Botanischen Gartens, vor denen sich die Blausternwiese erstreckt, sind derzeit für Besucher geschlossen. Die aus dem 19. Jahrhundert stammenden Glashäuser, ursprünglich von Architekt Heinrich Hübsch entworfen, werden umfassend saniert. Ihre Wiedereröffnung ist für Ende April geplant. Die Gestaltung und Bepflanzung der Schauhäuser wird sich an historischen Vorlagen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts orientieren und dabei sogar archäologische Befunde berücksichtigen. Karlsruhe wird damit ein bedeutendes Denkmal der Gartenkultur dieser Epoche erhalten.
Der Sibirische Blaustern als Frühlingsbote
Der Sibirische Blaustern, der erste Frühlingsbote im Botanischen Garten, gelangte ursprünglich als Importpflanze in herrschaftliche Gärten Mitteleuropas. Von dort aus verwilderte die Zwiebelpflanze schnell. Im Botanischen Garten Karlsruhe, der stets Teil des Schlossgartens war, wurden seit jeher exotische Pflanzen kultiviert. Bereits Stadtgründer Markgraf Karl Wilhelm (1679–1738) sammelte fremde Gewächse und zeigte eine besondere Vorliebe für Tulpen.
Der aktuelle Blühzustand der Blausterne, der von Thomas Huber, dem Leiter des Botanischen Gartens, dokumentiert wurde, kann bei kühlem Wetter noch etwa 14 Tage lang bewundert werden.
