Sanierungslösung für BMD-Baumaschinendienst angestrebt
Ziel des vorläufigen Insolvenzverwalters ist es, zusammen mit der Geschäftsführung eine Sanierungslösung für den Spezialisten im Bereich Verkauf und Vermietung von Baumaschinen sowie Brecher- und Siebanlagen zu erreichen. Damit sollen das 1967 gegründete Unternehmen und die rund 35 Arbeitsplätze am Unternehmenssitz in Heidelberg erhalten werden.
Eine Sanierung wäre durch **eigene Kraft**, den Einstieg eines Investors in das bestehende Unternehmen oder die Integration von BMD-Baumaschinendienst in eine Unternehmensgruppe möglich. „Es haben sich bereits erste Interessenten gemeldet, mit denen wir nun Gespräche führen werden. Zudem werden wir aktiv auf potentielle Investoren zugehen. Mit dem passenden Partner sehe ich gute Chancen, dass BMD-Baumaschinendienst mit seinem Leistungsportfolio auch in Zukunft in dem derzeit schwächelnden Markt aktiv sein kann“, sagt der Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht, der unter anderem am Mannheimer Standort der bundesweit vertretenen Kanzlei tätig ist.
Umsatzrückgang im Hochbau: Trotzdem voller Betrieb bei BMD-Baumaschinendienst
Der Verkauf und die Vermietung von Baumaschinen sowie Brecher- und Siebanlagen bei BMD-Baumaschinendienst laufen unterdessen in vollem Umfang weiter. „Baggern, laden, heben, schneiden, bohren und vieles mehr – für nahezu alle Tätigkeiten auf Baustellen haben wir die passenden Fahrzeuge, Anlagen oder Gerätschaften“, sagen Lars Holzhey und Jochen Schwab, die Geschäftsführer von BMD Baumaschinendienst. „Unser Unternehmen hat sich seit der Gründung vor bald 60 Jahren als Reparatur- und Kundendienst für Baumaschinen kontinuierlich weiterentwickelt – technisches Know-how, hohe Lieferbereitschaft und profunde Marktkenntnis sind für uns bis heute selbstverständlich und zusammen mit einer individuellen Beratung Grundlage unserer Arbeit. Unsere Kunden profitieren neben der großen Auswahl auch von unserer jahrzehntelangen Erfahrung und dem Know-how unserer hochqualifizierten und engagierten Belegschaft.“ Die Kunden von BMD-Baumaschinendienst, die aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet kommen, sind über die Entwicklung im Unternehmen informiert. Viele unterstützen die Bestrebungen und wollen BMD-Baumaschinendienst auch in dieser besonderen Situation die Treue halten.
Die finanzielle Schieflage des Unternehmens ist unter anderem durch das herausfordernde Marktumfeld im Bau- und Immobilienbereich entstanden, das sich auch angesichts der steigenden Zinsen und Preise für Materialien und Rohstoffe stetig eingetrübt hat. BMD-Baumaschinendienst ist davon besonders im Geschäftsfeld Hochbau betroffen, in dem es einen großen Umsatzrückgang gegeben hat. „Weniger Baustellen im Gebäudebereich bedeuten zwangsläufig auch weniger Kräne“, fassen Holzhey und Schwab die aktuelle Herausforderung zusammen. „Viele unserer Kunden leihen ihre Kräne regelmäßig bei uns. Da sie auch von der Krise in der Bau- und Immobilienbranche betroffen sind, konnten und können sie uns nicht wie gewohnt beauftragen. Da Aufträge im Hochbau in der Regel große Volumina haben, konnten wir den dadurch entstandenen Umsatzrückgang im Gesamtunternehmen trotz der solide laufenden weiteren Geschäftsfelder kurzfristig nicht ausgleichen.“ Zusammen mit den zudem stark gestiegenen Kosten für Energie und Materialien wie etwa Ersatzteile hat der Umsatzrückgang daher zu einer finanziellen Schieflage des Unternehmens geführt, die bis Ende Februar mit den Möglichkeiten des Insolvenz- und Sanierungsrechts behoben werden soll. „Die Zeit bis dahin wollen wir nutzen, um mit der Unterstützung von Herrn Blümle und seinem Team und den Möglichkeiten des Insolvenz- und Sanierungsrechts die Maßnahmen fortzuführen, die wir bereits initiiert haben und sie zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Wir sind zuversichtlich, dass uns das gelingt“, sagen Holzhey und Schwab. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden von BMD Baumaschinendienst sind mindestens bis Ende Februar gesichert.

