Verbände und Organisationen

Branchenverbände diskutieren Marktlage und Wetterextreme

Vertreter von Branchenverbänden trafen sich, um die aktuelle Lage im Grünen Markt zu erörtern. Im Fokus standen die Auswirkungen der extremen Witterungsbedingungen auf Handel und Industrie. Trotz Herausforderungen bleibt die Stimmung in der Branche optimistisch.

Saison 2018: Herausforderungen durch extreme Witterung

Die Geschäftsführer des Handelsverbandes Heimwerken, Bauen und Garten (BHB), des Industrieverbandes Garten (IVG), des Verbandes Deutscher Garten-Center (VDG) und des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) trafen sich am 21. August in Düsseldorf. Ziel des regelmäßigen Austauschs ist die Erfassung der allgemeinen Lage im Grünen Markt aus Sicht von Handel und Industrie sowie die Diskussion aktueller Marktthemen.

Ein zentraler Punkt der Sitzung war der Saisonverlauf 2018, der von extremen Witterungsbedingungen geprägt war. Nicht alle Bereiche profitierten von dem langanhaltenden Hoch in Deutschland.

Herausforderungen für den Gartenbau durch Hitzewelle

Die anhaltende Hitzeperiode stellt den Gartenbau vor erhebliche Herausforderungen. Wasserreserven werden knapp, der technische Aufwand steigt, und einige Kulturen zeigen bereits Schäden. Die Auswirkungen auf den weiteren Saisonverlauf sind noch nicht vollständig absehbar. Angesichts der Zunahme extremer Wetterereignisse in Deutschland, die insbesondere die Grüne Branche betreffen, fordern die Verbandsvertreter die Politik auf, eine Wettbewerbsgleichheit bei der Risikoabsicherung innerhalb Europas zu gewährleisten.

Verhaltene Stimmung in der Gartenindustrie

Auch für die Gartenindustrie war die Saison 2018 nicht unkompliziert. Nach einem kalten Jahresbeginn folgten der wärmste April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen mit einer Durchschnittstemperatur von 12,4 Grad und der wärmste Mai seit 1881. Dennoch beeinträchtigt die anhaltende Trockenheit die Hersteller von Geräten, Pflanzenschutzmitteln und Düngemitteln. Positive Effekte zeigten sich hingegen in den Segmenten Grillen, Gartenmöbel und Bewässerung. Konsumenten investierten auch im späteren Saisonverlauf in diese Warengruppen, während Geräte, Pflanzenschutzmittel und Düngemittel aufgrund des verminderten Pflanzenwachstums weniger gefragt waren.

Positives Fazit im Handel

Im Handel war der schlechte Saisonstart ebenfalls spürbar, doch die Rückstände aus dem Frühjahr konnten aufgeholt werden. Das gute Wetter im April führte Heimwerker und Gartenfreunde in Baumärkte, Gartencenter und den gärtnerischen Fachhandel, um nach dem verregneten März Projekte in Haus und Garten umzusetzen. Insgesamt verzeichneten diese Vertriebswege im ersten Halbjahr ein leichtes Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr.

Optimismus trotz anhaltender Hitze

Umfragen innerhalb der Verbände zeigen, dass die Stimmung in der Grünen Branche trotz der angespannten Wettersituation weiterhin positiv ist. Dieser Optimismus basiert auf der positiven Konsumstimmung der Bundesbürger und der anhaltenden Bedeutung des Gartens als Trendthema. Ob als Entspannungs- und Rückzugsort, Spielplatz oder Raum für Geselligkeit – der Garten hat für seine Besitzer eine hohe Bedeutung. Die Ausstattung wird hochwertiger und individueller, und Trends wie Garden Living und Smart Gardening wirken sich positiv auf den Markt aus.

23.08.2018

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