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Buchtipp: Kann KI die Natur retten? Eine wichtige Frage der Zeit

18.02.2026

Kann künstliche Intelligenz zum Schutz von Arten und Ökosystemen beitragen? Ein neues Buch von Frauke Fischer und Hilke Oberhansberg beleuchtet Chancen und Risiken von KI im Naturschutz und zeigt, wie Technologie verantwortungsvoll eingesetzt werden kann.

Neues Buch beleuchtet Chancen und Risiken von KI im Naturschutz

Künstliche Intelligenz entwickelt sich rasant und verändert zahlreiche Lebensbereiche. Doch welche Rolle kann sie für Umwelt- und Naturschutz spielen? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Biologin Dr. Frauke Fischer von der Universität Würzburg und die Wirtschaftswissenschaftlerin Hilke Oberhansberg in ihrem Buch „Kann KI die Natur retten?“.

Die Autorinnen zeigen, dass Künstliche Intelligenz nicht nur Energie und Ressourcen verbraucht, sondern auch neue Möglichkeiten für den Schutz von Biodiversität und Ökosystemen eröffnen kann. Moderne Technologien können etwa große Datenmengen aus der Natur auswerten und so Veränderungen in Ökosystemen frühzeitig sichtbar machen.

Neue Werkzeuge für den Naturschutz

Ein Beispiel sind Tierstimmen, die mit Hilfe von KI analysiert werden können. Vögel oder Insekten liefern dabei wertvolle Informationen über den Zustand eines Lebensraums. Veränderungen in ihrem Verhalten oder ihrer Kommunikation können Hinweise darauf geben, ob ein Ökosystem stabil ist oder aus dem Gleichgewicht gerät.

Solche Daten können beispielsweise dazu beitragen, Naturkatastrophen oder Krankheitsausbrüche frühzeitig zu erkennen. Die Autoren zeigen anhand verschiedener Beispiele, wie technologische Innovationen im Zusammenspiel mit biologischem Wissen neue Perspektiven für den Naturschutz eröffnen.

Chancen und Grenzen der Technologie

Das Buch betrachtet jedoch nicht nur die Möglichkeiten, sondern auch die Risiken. Der steigende Energie- und Rohstoffbedarf digitaler Technologien stellt selbst eine Belastung für Umwelt und Klima dar. Deshalb plädieren die Autorinnen für einen verantwortungsvollen Umgang mit neuen Technologien.

„Technikgläubigkeit und gedankenloses Vorpreschen haben uns schon in so mancher Sackgasse enden lassen. Um das bei der Anwendung von KI zu vermeiden, müssen Regeln gelten. Uns scheint eine Regel besonders wichtig: Wer sich der KI bedient, der muss auch die Verantwortung für die Folgen übernehmen.“

Besonders wichtig sei es, mögliche Auswirkungen frühzeitig zu prüfen. Dazu zählen unter anderem der Ressourcenverbrauch, der Abbau von Rohstoffen für technische Systeme sowie potenzielle Risiken durch Fehlanwendungen.

Verständlicher Einblick in Natur und Technologie

Die Autorinnen erläutern anschaulich, was Artenvielfalt und komplexe Ökosysteme ausmacht und welche Rolle Zeit, Zufall und Evolution dabei spielen. Gleichzeitig zeigen sie, wie Künstliche Intelligenz sinnvoll eingesetzt werden kann, ohne die Grenzen dieser Technologie aus dem Blick zu verlieren.

Der Band verbindet naturwissenschaftliche Erkenntnisse mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Perspektiven und bietet damit einen verständlichen Einstieg in eine der zentralen Zukunftsfragen des Naturschutzes.

Buchinformationen

  • Frauke Fischer, Hilke Oberhansberg
  • Kann KI die Natur retten?
  • oekom Verlag
  • 216 Seiten, Hardcover, mit Fotos und Grafiken
  • ISBN: 978-3-98726-163-3
  • Preis: 26,00 Euro
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