Nachhaltige Entwicklung der BUGA-Flächen
Die Bundesgartenschau Koblenz 2011 setzte auf Nachhaltigkeit, um hochwertige Freianlagen und Grünflächen zu schaffen. Ziel war es, die Aufenthaltsqualität für Bewohner und Besucher der Stadt dauerhaft zu erhöhen. Die Planungen für diese Daueranlagen begannen bereits in den Jahren 2007 und 2008, noch vor der Entwicklung des eigentlichen Ausstellungskonzepts der Bundesgartenschau.
Nach dem Ende der Bundesgartenschau am 16. Oktober des vergangenen Jahres wurden temporäre Aufbauten wie Infopavillons entfernt, um den Endausbau der Daueranlagen zu ermöglichen. Ein Nachnutzungskonzept sichert die Pflege und Nutzung der neu entstandenen Parkanlagen.
Vertreter des städtischen Eigenbetriebs Grünflächen- und Bestattungswesen sowie weiterer Ämter waren von Beginn an in die Planungen eingebunden, um die spätere Nachnutzung zu berücksichtigen. Der Koblenzer Stadtrat erhöhte das Budget des Eigenbetriebs Grünflächen- und Bestattungswesen, um die Pflege der insgesamt 33.000 Quadratmeter großen neuen Parkanlagen zu gewährleisten. Dadurch konnte ein Großteil der BUGA-Pflanzflächen erhalten bleiben, entweder mit den ursprünglichen Stauden oder mit pflegeleichterer Flora. Der Verein "Freunde der Bundesgartenschau Koblenz 2011 e.V." übernimmt zudem Patenschaften für einzelne Pflanzflächen.
Kurfürstliches Schloss – Erhalt und Weiterentwicklung
Die Wechselflorkrone vor dem Kurfürstlichen Schloss, die während der BUGA Koblenz 2011 zu sehen war, wird 2012 in einer kleineren Version wiederbelebt. Der Spielplatz "Schmuckkästchen der Kaiserin Augusta" und die Skateranlage bleiben in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Auch die Lange Tafel wird weiterhin ein Treffpunkt sein. Der BUGA-Freundeskreis plant zur Saisoneröffnung eine Aktion, bei der neue Stühle bemalt werden. Der Verein engagiert sich zudem langfristig bei der Pflege der Staudenflächen innerhalb des Halbrundes der beiden Zirkularbauten.
Die Gastronomie im Mittelteil des Kurfürstlichen Schlosses bleibt bestehen, ebenso der nach Entwürfen von Peter Joseph Lenné rekonstruierte Schlossgarten und die Leselounge im Garten des Oberlandesgerichtes. Wo sich die BUGA-Besucher in der Orangerie stärken konnten, wird ein flexibel nutzbarer Schotterrasen angelegt. Nach dem Abbau der BUGA-Kassenhäuschen und temporären Infrastrukturgebäude am Schlossrondell entstand ein asphaltierter Fußweg mit zwei Wechselflorflächen und Rasenflächen, wie in der Daueranlagenplanung vorgesehen. Die beiden Brunnen bleiben erhalten.
Blumenhof am Deutschen Eck – Farbenpracht bleibt bestehen
Die bunten Pflanzquadrate des Blumenhofs am Deutschen Eck, die während der BUGA Besucher anzogen, werden von den Stadtgärtnern weiterhin als Gestaltungselement genutzt und mit neuen Farben bepflanzt. Der Kernbereich bleibt weitgehend unverändert: Koblenzer und Gäste können weiterhin die Freifläche hinter dem Denkmal und den Biergarten nutzen, während Kinder den Wasserspielplatz besuchen können.
Festungspark und Festung Ehrenbreitstein – Neue Nutzungskonzepte
Nach dem Rückbau der temporären Bauten ist der Festungspark eine offene Fläche, die die renovierte Festung Ehrenbreitstein durch das "freie Schussfeld" zur Geltung bringt. Viele Pflanzflächen, wie die amerikanischen Präriestauden rund um das ab dem 31. März wieder geöffnete Aussichtsbauwerk, konnten erhalten bleiben. Der BUGA-Freundeskreis ist auch hier als Pflanzenpate aktiv und pflegt die Staudenflächen an den Eichenbosquetten.
Das Werk Bleidenberg, das während der Bundesgartenschau Koblenz 2011 für Veranstaltungen des Bunten Klassenzimmers genutzt wurde, wird auch nach der BUGA schwerpunktmäßig für Kinder und Jugendliche eingesetzt. Die Verwaltung des Gebäudes liegt in der Hand des Koblenzer Jugendamtes, das dabei vom BUGA-Freundeskreis unterstützt wird. Gegenüber dem Kletterspielplatz, der am 31. März neu eröffnet, wird auf der ehemaligen Gastrofläche (Weingartenrestaurant) eine weitere Fläche mit Eichenbosquetten gestaltet.
Im nördlichen Festungspark, wo der Ausstellungsbeitrag "Vielfalt des Lebens" angesiedelt war, entsteht eine Anlage für Generationensport mit wetterfesten Sportgeräten und einer neuen Laufstrecke. Der neue Parkplatz der Festung Ehrenbreitstein befindet sich am Entreégebäude, auf der Fläche der ehemaligen Blumenhallen. Die Zufahrt zu diesen kostenpflichtigen Parkplätzen wird nach dem BUGA-Festival über eine neu zu errichtende Schrankenanlage an der Greiffenklaustraße geregelt.
Koblenzer Gartenkultur – Eine neue Marke entsteht
"Koblenzer Gartenkultur" ist der Titel einer neuen Marke, unter der die Stadt ihre Gärten und Parks nach der BUGA bewerben und mit kulturellen Angeboten beleben wird. Das Konzept der Gartenkultur umfasst das Bewahren, Pflegen, Entwickeln und Beleben von Parks und Gärten. Es soll ein Bewusstsein für das Genießen und Wohlfühlen in diesen Anlagen sowie für den pfleglichen Umgang mit Natur und Kultur schaffen.
Den Auftakt bildet die Veranstaltung "Koblenzer Gartenkultur - Saisoneröffnung 2012", die zeitgleich mit der "Saisoneröffnung Festung Ehrenbreitstein" und "Koblenz blüht" am 31. März und 1. April 2012 auf allen drei ehemaligen BUGA-Geländeteilen stattfindet. Das "BUGA-Festival 2012" vom 11. bis 20. Mai 2012 bietet BUGA-Fans die Möglichkeit, in Erinnerungen zu schwelgen.