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Bundesberatertagung Gemüsebau: Netzwerk und aktuelle Herausforderungen

Die 25. Bundesberatertagung Gemüsebau in Grünberg betonte die Bedeutung des Netzwerks für den deutschen Gemüsebau. Über 70 Fachberater diskutierten aktuelle Herausforderungen und erarbeiteten praxisgerechte Lösungen für Anbau, Pflanzenschutz und Qualitätssicherung.

Netzwerk und Bedeutung für den deutschen Gemüsebau

Die 25. Bundesberatertagung Gemüsebau, die vom 8. bis 10. März 2016 in Grünberg stattfand, verzeichnete eine hohe Beteiligung von über 70 Fachberaterinnen und Fachberatern. Christian Ufen, Vorsitzender der Fachgruppe Gemüsebau im Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG), hob die Bedeutung dieses Netzwerks für den deutschen Gemüsebau hervor.

Das Netzwerk trägt dazu bei, hohe Anforderungen in den Bereichen Anbau, Pflanzenschutz, Düngung und Qualitätssicherung zu bewältigen. Auf der Veranstaltung werden bundesweit praxisgerechte Lösungen diskutiert und erarbeitet.

Düngeverordnung und Pflanzenschutz

Ein zentrales Thema der Tagung war die Düngebedarfsermittlung gemäß der neuen Düngeverordnung im Gemüsebau. Die Berater betonten die Notwendigkeit, die Planungssicherheit für Betriebe zu gewährleisten. Sie warnten vor einer möglichen Benachteiligung kleinerer und mittlerer Gemüsebaubetriebe durch erhöhte Auflagen und Bürokratie. Ufen äußerte die Befürchtung, dass die Düngeverordnung den Strukturwandel beschleunigen könnte.

Im Bereich Pflanzenmedizin wurden aktuelle Versuchsergebnisse zu Unkräutern, Krankheiten und Schädlingen diskutiert. Ziel ist die Entwicklung umweltschonender Strategien zur Bekämpfung von Schaderregern. Der Wegfall von Wirkstoffen führt zu einer schnelleren Resistenzbildung. Eine Entspannung durch die zonale Zulassung sei laut Ufen bisher ausgeblieben.

Regionale Schwerpunkte und Beratung

Die Bundesfachgruppe Gemüsebau veranstaltet die Beratertagung jährlich gemeinsam mit dem Verband der Landwirtschaftskammer in der Bildungsstätte Gartenbau in Grünberg. In diesem Jahr präsentierte Baden-Württemberg seine gemüsebaulichen Schwerpunkte und Besonderheiten, von Anbau über Beratung bis zur Vermarktung.

Die Gemüseanbaufläche in Baden-Württemberg beträgt 11.700 Hektar, wovon 411 Hektar auf den Unter-Glas-Anbau entfallen. Große Unterglas-Betriebe konzentrieren sich im Raum Stuttgart und Singen. Frisches Gemüse genießt ein gutes Image. Im Freiland dominieren Spargel und Blattgemüse, während im geschützten Anbau Salate und Fruchtgemüse die wichtigsten Kulturen sind. Die Bedeutung der Regionalität nimmt zu. Der Einsatz von Nützlingen wird bereits seit 40 Jahren praktiziert.

Die Offizialberatung in den vier Regierungsbezirken Stuttgart, Tübingen, Karlsruhe und Freiburg ist kostenfrei. Die Förderung der Beratungsdienste wird von Landesmitteln auf EU-Finanzierung umgestellt. Viele Vorträge der Tagung sind für Abonnenten auf www.Hortigate.de als Download verfügbar. Anlässlich der Jubiläumsveranstaltung wurde zudem ein Fotobuch erstellt.

23.03.2016

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