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Bundesprogramm Energieeffizienz: Positive Bilanz für den Gartenbau

Das Bundesprogramm zur Energieeffizienz im Gartenbau erzielte 2016/2017 erhebliche Einsparungen von 235 Gigawattstunden jährlich. Der ZVG begrüßt die Ergebnisse und fordert eine Verlängerung des erfolgreichen Programms, das einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leistet.

Hohe Nachfrage und Einsparpotenziale im Fokus

Das Bundesprogramm zur Förderung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in der Landwirtschaft und im Gartenbau hat in den Jahren 2016 und 2017 zu erheblichen Einsparungen geführt. Jährlich konnten rund 235 Gigawattstunden Energie eingespart werden.

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) veröffentlichte am 12. Juli 2018 den Evaluationsbericht einer unabhängigen Bewertungskommission zu diesem Programm. Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) begrüßt die erzielten Ergebnisse und sieht weiteres Potenzial in der Förderung der Energieeffizienz.

Einsparpotenziale und Programmnachfrage

Eine Studie mit dem Titel „Ermittlung zusätzlicher Energieeinsparpotenziale und Effizienzreserven in der Landwirtschaft und im Gartenbau sowie Maßnahmen und Instrumente zu ihrer Erschließung“ zeigt auf, dass die höchsten Einsparmöglichkeiten insbesondere bei Neubauprojekten von Gewächshäusern bestehen. In den letzten beiden Jahren wurden über 2.900 Anträge eingereicht und bewilligt.

Das Gesamtbudget des Bundesprogramms Energieeffizienz von 65 Millionen Euro war bereits im März 2018 vollständig ausgeschöpft. Die Erhöhung der Mittel auf insgesamt 33 Millionen Euro für das Jahr 2018 unterstreicht die hohe Nachfrage in der Branche.

Beitrag zum Klimaschutz und Forderung nach Verlängerung

Der ZVG hatte sich aktiv für eine Aufstockung der Mittel eingesetzt. ZVG-Präsident Jürgen Mertz hob die Bedeutung des Programms hervor:

Mit dem Bundesprogramm Energieeffizienz entstanden deutschlandweit beispielsweise 56 Neubauprojekte von Gewächshäusern. Diese und die Vielzahl der kleineren Förderprojekte ermöglichen der Branche, leistungsstark und innovativ zu sein. Gleichzeitig leistet die Steigerung der Energieeffizienz im Gartenbau einen großen Beitrag zum Klimaschutz.

Die BLE vergleicht den eingesparten Energieverbrauch von 235 Gigawattstunden mit dem Jahresverbrauch von etwa 26.250 Vier-Personen-Haushalten. Angesichts dieser Erfolge und der anhaltend hohen Nachfrage fordert der ZVG eine Verlängerung des Programms.

Vor dem Hintergrund der erreichten Ziele und auch der weiterhin großen Nachfrage der Branche sehen wir dringend die Notwendigkeit, das Programm bis mindestens 2021 zu verlängern.

Die vorliegende Studie soll als Entscheidungsgrundlage für eine mögliche Fortführung des Bundesprogramms dienen, welches am 31. Dezember 2018 endet. Bereits im Koalitionsvertrag hatten sich CDU/CSU und SPD auf eine Fortführung geeinigt.

18.07.2018

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