Details zum Wettbewerb und den Kategorien
Der Bundeswettbewerb „Klimaaktive Kommune 2019“ ruft Städte, Landkreise und Gemeinden in Deutschland auf, sich mit ihren Projekten zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel zu beteiligen. Die Bewerbungsfrist endet am 31. März 2019.
Für die Auszeichnung der Gewinner stehen insgesamt 250.000 Euro Preisgeld zur Verfügung, was 25.000 Euro pro Preisträger entspricht. Die gesuchten Klimaprojekte sollen andere Kommunen zur Übertragung und Umsetzung neuer Ideen anregen. Initiiert wird der Wettbewerb vom Bundesumweltministerium und dem Deutschen Institut für Urbanistik. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Die Bekanntgabe und Auszeichnung der Gewinner erfolgt voraussichtlich am 5. November 2019 in Berlin im Rahmen einer öffentlichen Preisverleihung auf der 12. Kommunalen Klimakonferenz.
Vier Kategorien für Bewerbungen
Bewerbungen sind in vier verschiedenen Kategorien möglich, die jeweils spezifische Schwerpunkte setzen.
Kategorie 1: Ressourcen- und Energieeffizienz in der Kommune
Diese Kategorie sucht nach Maßnahmen zur Minderung des Ressourcen- und Energieverbrauchs in Kommunen. Beispiele hierfür sind Projekte in der Stadtplanung und -entwicklung, Mobilität und Fuhrpark oder Infrastruktur. Auch Projekte in der Abfall- und Abwasserwirtschaft, in Industrie- und Gewerbegebieten sowie durch die Kopplung verschiedener Sektoren sind gefragt. Die Steigerung der Ressourcen- und Energieeffizienz kann durch technische, organisatorische oder soziale Maßnahmen erreicht werden.
Kategorie 2: Klimaanpassung in der Kommune
Hier werden kommunale Ansätze gesucht, die die Anpassung an die Folgen des Klimawandels fördern. Dies umfasst den Umgang mit Starkregenereignissen, Stürmen, Hitzewellen oder Trockenperioden. Eingereicht werden können konkrete Maßnahmen, handlungsfeldbezogene oder fachübergreifende Strategien, planerische Instrumente oder Modellprojekte. Ziel ist es, den Schutz der Bevölkerung sowie die Robustheit von Gebäuden, Infrastrukturen, Natur- und Erholungsräumen gegenüber Extremwetterereignissen zu stärken. Synergien zwischen Klimaanpassung und Klimaschutz sind erwünscht.
Kategorie 3: Kommunale Klimaaktivitäten zum Mitmachen
Diese Kategorie prämiert Aktionen, die Menschen zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen oder zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels motivieren. Dazu gehören kommunale Kampagnen oder spezifische Angebote. Die Mitmach-Projekte können auch in Kooperation mit kommunalen Unternehmen oder anderen Dritten organisiert sein.
Sonderpreis: Klimafreundliche kommunale Beschaffung
Der Sonderpreis richtet sich an erfolgreich umgesetzte Projekte im Bereich der kommunalen Beschaffung. Dies kann die Verankerung in öffentlichen Vergabeverfahren, klimagerechte Standards bei Neubau und Sanierung, im Mobilitäts- und Fuhrparkmanagement, beim Ausbau der IT-Infrastruktur oder der Verpflegung umfassen. Auch interkommunale Einkaufsgemeinschaften oder solche zwischen Kommunen und anderen Einrichtungen sind von Interesse.
In allen Kategorien sind innovative Projekte und Kooperationsprojekte von besonderem Interesse. Kooperationen zwischen der kommunalen Verwaltung und weiteren Akteuren wie Vereinen, Verbänden, Kammern, Handwerk, anderen Kommunen oder kommunalen Unternehmen sind ausdrücklich erwünscht. Bewerbungsformulare und detaillierte Informationen zu den Kategorien sind verfügbar. Teilnahmeberechtigt sind Städte, Gemeinden und Landkreise. Eine Teilnahme oder Bewerbung mit neuen Projekten ist auch für Gewinnerkommunen früherer Wettbewerbsrunden möglich.
