Wettbewerb zum Fürstlichen Gartenfest Schloss Fasanerie
Der 7. überregionale Schaugartenwettbewerb, der im Rahmen des Fürstlichen Gartenfests Schloss Fasanerie in Eichenzell bei Fulda stattfindet, trägt den Titel „Visionen des Sonnenkönigs“. Der Wettbewerb orientierte sich am Sonderthema des Gartenfests 2014, „Gartenland Frankreich“, und richtete sich an Landschaftsarchitekten, Planungsbüros sowie Studenten der Landschaftsarchitektur und -planung.
Eine Fachjury wählte aus zwölf eingereichten Entwürfen die drei besten Arbeiten aus. Diese Entwürfe werden in der Februar-Ausgabe der Fachzeitschrift „Gartenpraxis“ vorgestellt. Abonnenten der „Gartenpraxis“ entscheiden anschließend, welcher Entwurf auf dem 15. Fürstlichen Gartenfest Schloss Fasanerie realisiert wird. Der Gewinnergarten entsteht temporär an zentraler Stelle im Hofgarten in Kooperation mit der Firma Fichter Garten- und Landschaftsbau aus Magdala.
Es gab viele unterschiedliche Planungsansätze, die die Visionen des Sonnenkönigs zeigten. Von der äußeren Form des Schaugartens, den künstlichen, meist vertikalen Elementen bis hin zu Pflanzenhabitus und -farbe wurde mit allen Möglichkeiten kreativ gearbeitet.
Dies fasste Jurymitglied Prof. Wigbert Riehl von der Gesamthochschule Kassel, Fachbereich Landschaftsplanung, zusammen. Neben Originalität und Kreativität war ein Entwurf mit gärtnerischem Schwerpunkt gefordert, bei dem Pflanzen ein wesentliches Gestaltungselement darstellen. Eine besondere Herausforderung für die Planer war, dass der Schaugarten seine optimale Pflanzenwirkung zum Gartenfest Ende Mai entfalten soll.
Der Schaugartenwettbewerb wurde erneut in Kooperation mit der Fachzeitschrift „Gartenpraxis“ ausgeschrieben. Jonas Reif, verantwortlicher Redakteur und Jurymitglied, äußerte sich zur Bewertung:
In drei Durchgängen und über sechs Stunden wurden die eingereichten Pläne bewertet. Wir haben uns schließlich für Entwürfe entschieden, bei denen die Pflanze als Transportmittel einer Gestaltungsidee steht – zum Teil reduziert, zum Teil im Mittelpunkt. Ich bin sicher, alle drei Schaugärten können in ihrer Umsetzung eine starke Präsenz auf der Fläche erzeugen.
Die Titel der drei besten Arbeiten lauten „Das Fest der Selbstdarstellung“, „L’État c’est moi!“ und „Ludwigs Feuerwerk“. Die Entscheidung der „Gartenpraxis“-Abonnenten wird bis Ende Februar erwartet.
Die Jury setzte sich zusammen aus Jonas Reif (Verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift „Gartenpraxis“), Ralf Habermann (BDLA Hessen), Petra Hirsch (Vorsitzende Landesverband Hessen der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur DGGL), Barbara Siehl (TV-Moderatorin), Prof. Wigbert Riehl (Gesamthochschule Kassel, Fachbereich Landschaftsplanung), Otto Poppa (Geschäftsführer Fichter Garten- und Landschaftsbau, Magdala), Dr. Markus Miller (Direktor Schloss Fasanerie) und Anja Heil (Organisation Das Fürstliche Gartenfest).
Bisher realisierte Schaugärten
In den vergangenen Jahren sind aus dem Schaugartenwettbewerb mehrere Schaugärten hervorgegangen, die mit erheblichem Aufwand realisiert wurden. Die Gewinnerbüros der letzten Jahre waren:
- 2008: Atelier Raumgewinn, Kassel – „Schach- und Generationengarten“
- 2009: Architekturbüro Schulenburg Projects, London – „My Earth Share“
- 2010: Atelier Raumgewinn, Kassel – „Durstlöscher“
- 2011: Köhler Landschaftsarchitekten – „Sinnesobjekte“
- 2012: Ralf Carls, Mainz / Lydia Nüüd, Koblenz – „Dornröschen“
- 2013: Denis Ohrenschall, Hochschule Weihenstephan – „Die Rückkehr des Atlas“
Das Fürstliche Gartenfest Schloss Fasanerie zählt zu den renommiertesten Veranstaltungen seiner Art in Deutschland und zieht jährlich etwa 25.000 Besucher an.
