Naturnahe Hausgärten überzeugen Besucher bei der Landesgartenschau Eutin
Zum Abschluss der Landesgartenschau Eutin haben Besucher ihre beliebtesten Hausgärten gewählt. Zwölf Mitgliedsbetriebe des Fachverbandes Garten- und Landschaftsbau Schleswig-Holstein (FGL) hatten sich mit individuellen Gartenkonzepten an der Ausstellung beteiligt.
Die Preisverleihung fand am 3. Oktober im Rahmen eines verbandsinternen Abschlussfestes auf dem Gelände der Landesgartenschau statt.
Naturnahe Gartenkonzepte besonders gefragt
Im Zeitraum von Juli bis Oktober konnten Besucher ihren Favoriten unter den ausgestellten Hausgärten auswählen. Insgesamt beteiligten sich rund 2.500 Besucher an der Abstimmung.
Besonders erfolgreich waren naturnah gestaltete und atmosphärische Gartenkonzepte. Minimalistisch-formale Anlagen lagen dagegen weniger im Trend.
„Wir haben den Hausgartenwettbewerb initiiert, um bei der dritten Landesgartenschau Schleswig-Holsteins ein konkretes Feedback von den Besuchern zu bekommen“, erklärte Achim Meierewert, Geschäftsführer des FGL.
Garten „Mein Lieblingsplatz“ gewinnt Wettbewerb
Mit 515 Stimmen erreichte der Garten „Mein Lieblingsplatz“ von Dirk Christian Schröder Garten- und Landschaftsbau aus Rastorf den ersten Platz. Die Anlage setzte auf eine fantasievolle, lebendige Gestaltung mit üppiger Bepflanzung und einem märchenhaften Holzhaus als Blickfang.
Den zweiten Platz belegte mit 498 Stimmen der Garten „Eine Freilichtbühne“ von Eskildsen Gartenbau aus Bad Malente. Das Konzept kombinierte eine gemütliche Atmosphäre mit individuell gestalteten Elementen wie einer Freiluftküche, einem mobilen Spieltisch und einem als Tisch genutzten Ruderboot am Fischteich.
Auf Rang drei folgte mit 430 Stimmen der Wellnessgarten von Rolf Westphal Garten- und Landschaftsbau aus Lübeck. Die Anlage verband Bambus, Akazien und Olivenbäume mit einem maritimen Saunahaus, Lounge-Pool, Sonnenterrasse und begrüntem Pavillon.
Landesgartenschau als Plattform für Fachbetriebe
Viele beteiligte Unternehmen bewerten die Landesgartenschau als erfolgreiche Plattform zur Kundengewinnung und Imagepflege. Mehrere Betriebe berichten von zahlreichen Anfragen und positiven Rückmeldungen während der Ausstellungszeit.
„Die Landesgartenschau ist für uns eine tolle Imagewerbung. Wir bekommen Anrufe von Bestandskunden, aber auch von vielen potenziellen Neukunden“, sagte Jan Eskildsen.
Auch Wettbewerbssieger Dirk Christian Schröder sieht deutliche Effekte durch die Präsenz auf der Landesgartenschau. Ein großer Teil der aktuellen Kundenanfragen sei auf die Teilnahme zurückzuführen.
Marketing rund um die Ausstellung
Die Betriebe nutzten unterschiedliche Maßnahmen, um ihre Präsenz auf der Landesgartenschau aktiv zu bewerben. Dazu gehörten Einladungen zu Veranstaltungen in den Ausstellungsgärten, Informationen über Baufortschritte auf den Unternehmenswebseiten sowie gezielte Werbung in Neubaugebieten.
Mit dem Ende der Landesgartenschau begann am 4. Oktober bereits der Rückbau der Hausgärten im Süduferpark.


