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DBG zeichnet Düsseldorfer Südpark für nachhaltige Parkbewirtschaftung aus

Der Düsseldorfer Südpark erhält den DBG-Ehrenpreis für nachhaltige Parkbewirtschaftung. Kontinuierliche Pflege, gezielte Investitionen und ein durchdachtes Nutzungskonzept sichern die Attraktivität der BUGA-Anlage seit über 35 Jahren.

Langfristige Pflege und Entwicklung sichern Qualität des Südparks

Die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) hat den Düsseldorfer Südpark mit dem Ehrenpreis für nachhaltige Parkbewirtschaftung ausgezeichnet. Die 70 Hektar große Anlage, entstanden zur BUGA 1987, gilt auch mehr als 35 Jahre nach ihrer Eröffnung als beispielhaft für dauerhaft erfolgreiche Grünflächenentwicklung im Garten- und Landschaftsbau.

Im Rahmen der Auszeichnung wurde im Park ein Amberbaum (Liquidambar styraciflua) gepflanzt und eine Stele enthüllt. Vertreter der DBG, der Stadt Düsseldorf sowie der Werkstatt für angepasste Arbeit (WfaA) würdigten damit die kontinuierliche Pflege und Weiterentwicklung der Anlage.

Nachhaltige Pflege als Erfolgsfaktor

Ein zentrales Kriterium für die Auszeichnung ist die langfristig hohe Pflegequalität. In Düsseldorf wird diese durch ein umfassendes Pflegekonzept sichergestellt, das in den vergangenen Jahren konsequent umgesetzt und weiterentwickelt wurde. Regelmäßige Instandsetzungen und gezielte Modernisierungen haben dazu beigetragen, die Attraktivität des Südparks dauerhaft zu erhalten.

Eine besondere Rolle spielt die Zusammenarbeit mit der Werkstatt für angepasste Arbeit. Seit 1988 übernehmen Menschen mit Behinderung die Pflege der Parkbereiche „In den Gärten“ und „Vor dem Deich“. Damit verbindet der Standort ökologische Qualität mit sozialem Engagement.

„Für das Team Südpark ist der Pflegeauftrag mehr als ein Auftrag. Er ist für uns eine Herzensangelegenheit.“

Vielseitige Parkstruktur mit hoher Aufenthaltsqualität

Der Südpark setzt sich aus drei Hauptbereichen zusammen: dem historischen Volksgarten, dem gestalteten Bereich „In den Gärten“ sowie dem naturnahen Abschnitt „Vor dem Deich“. Diese Struktur ermöglicht eine vielfältige Nutzung und spricht unterschiedliche Zielgruppen an.

Der Volksgarten, der bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht, wurde in das BUGA-Gelände integriert. Südlich schließt sich ein Bereich mit naturnahen Wasser- und Wiesenflächen entlang eines historischen Hochwasserdeichs an. Verbunden werden die Flächen durch eine markante Gartenachse mit insgesamt 16 thematisch gestalteten Einzelgärten.

Ergänzt wird das Angebot durch großzügige Spiel- und Liegewiesen, ein Heckenlabyrinth, Wasserspielbereiche sowie zahlreiche Kunstinstallationen internationaler Künstler. Auch Bildungsangebote wie der Biogarten tragen zur Attraktivität der Anlage bei.

Kontinuierliche Weiterentwicklung der Anlage

Die Stadt Düsseldorf investiert regelmäßig in die Modernisierung des Parks. So wurde unter anderem ein ehemaliger Rosengarten in einen Dahliengarten umgewandelt und der Steingarten umfassend erneuert. Nach Sturmschäden im Jahr 2014 erfolgten umfangreiche Nachpflanzungen.

Weitere Maßnahmen umfassen die Sanierung von Spielplätzen, die Erneuerung von Wasseranlagen sowie geplante Arbeiten an Wegen, Mauern und Pergolen. Künftig sollen zudem verstärkt klimaangepasste Gehölze integriert werden.

Bedeutung von BUGA-Anlagen für Städte

Die DBG betont mit der Auszeichnung die langfristige Wirkung von Bundesgartenschauen. Ziel ist es, nachhaltige grüne Infrastrukturen zu schaffen, die über Jahrzehnte hinweg zur Lebensqualität in Städten beitragen.

„Mit unserem Ehrenpreis zeichnen wir Städte aus, die ihre zur Bundesgartenschau geschaffenen Anlagen besonders nachhaltig bewirtschaften.“

Der Südpark steht exemplarisch für diese Entwicklung. Durch die Verbindung von hochwertiger Gestaltung, kontinuierlicher Pflege und vielfältiger Nutzung ist eine dauerhaft attraktive Grünanlage entstanden, die weit über das Stadtgebiet hinaus ausstrahlt.

16.03.2023

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