Baumaschinen und Baugeräte, Radlader

Cat Radlader 908 im Jubiläums-Design: Otto Kittel setzt auf Sonderedition und Großprojekte

Der Berliner Galabauer Otto Kittel erweitert seinen Maschinenpark um einen Cat Radlader 908 in speziellem „Centennial Grey“-Design, eine Hommage an 100 Jahre Caterpillar. Das Unternehmen, selbst mit 93 Jahren Firmengeschichte, spezialisiert sich auf komplexe Großprojekte, die das Stadtbild Berlins prägen.

Otto Kittel: Vom Gartenbau zum Spezialisten für Großprojekte

Nach dem Zweiten Weltkrieg erweiterte Otto Kittel seine Kompetenzen und sein Know-how. Neben dem klassischen Erwerbsgartenbau kamen Arbeiten im Erd-, Straßen- und Tiefbau sowie im Landschafts- und Sportplatzbau hinzu. André Heyner, seit 1992 im Unternehmen und seit 1995 Mitgesellschafter und Geschäftsführer, trieb die Diversifizierung und den Fokus auf komplexe Großprojekte voran.

Der Maschinenpark wuchs parallel zur Auftragslage. Typischerweise arbeiten die Kolonnen des Unternehmens mit einem acht Tonnen schweren Minibagger und einem 6,5 Tonnen schweren Radlader, wie dem Cat 908. Für innerstädtische GaLaBau-Arbeiten sind Kompaktmaschinen wie der Cat 908M und Kurzheckbagger 305 CR im Einsatz. Die Realisierung umfangreicherer Vorhaben wird durch größere Maschinen wie den Cat Kettenbagger 320 und 325, die Cat Mobilbagger M316 und M314, die Cat Raupe D6T sowie den Cat Radlader 938 ermöglicht. Die größte Maschine im Fuhrpark ist ein Cat Radlader 950.

Langjährige Partnerschaft und spezifische Anforderungen an Baumaschinen

Otto Kittel setzt auf eine klare Markenstrategie bei Baumaschinen, begründet in einer langjährigen Vertrauensbasis zu Zeppelin am Standort Berlin. André Heyner betont die Notwendigkeit leistungsfähiger Maschinen und eines zuverlässigen Services für die täglichen Höchstleistungen des Unternehmens.

„Keinen Cat einzusetzen, wäre in meinem Unternehmen undenkbar. Schließlich müssen wir jeden Tag Höchstleistungen bringen und brauchen dazu Maschinen, die mithalten – und einen Service, der notfalls reagiert.“

André Heyner, Geschäftsführer Otto Kittel

Die Abstimmung technischer Ausrüstung erfolgt oft schnell und direkt mit Karl-Eckhardt Kutz, Zeppelin Gebietsverkaufsleiter. Besondere Anforderungen, wie die Sonderausstattung des Jubiläums-Radladers, erfordern detaillierte Absprachen. Der Jubiläums-Lader ist mit einem historischen Logo und einer Plakette versehen. Zu seinen Merkmalen gehören eine Schwingungsdämpfung, ein Kriechgang mit Drehzahlfeststellung, LED-Fahr- und Arbeitsscheinwerfer sowie eine Deluxe-Kabine mit Premium-Sitz, Klimaanlage und DAB+ Radio.

Der Jubiläums-Radlader wird einem Polier zugewiesen, der Großprojekte betreut. Aktuell ist er beim Bauvorhaben am Berliner Mauerpark im Einsatz, wo eine Sanierung und klimaresilientere Gestaltung des Areals erfolgen. Dies umfasst die barrierefreie Gestaltung von Wegen mit wassergebundenem Belag, Pflasterarbeiten, die Modellierung von Rasenplateaus, Baumpflanzungen sowie die Installation neuer Spielgeräte, Bänke, Fahrradhalter und Abfalleimer. Solche Projekte sichern eine langfristige Arbeitsauslastung; der dritte Bauabschnitt soll 2027 abgeschlossen sein.

Referenzprojekte in Berlin

Otto Kittel hat in Berlin zahlreiche anspruchsvolle Projekte realisiert:

  • Potsdamer Platz: Über zwei Jahre dauerten die Natursteinarbeiten zur Umwandlung der „Alten Potsdamer Straße“ in eine Fußgängerzone. Asphaltierte Flächen wurden durch Granitrechteckpflaster und Kleinsteinpflaster ersetzt. Runde, goldene Metallplatten wurden in den Pflasterbelag integriert. Die Baustelle erforderte zudem Tiefbauarbeiten für Kanalisation und Entwässerung während des laufenden Betriebs und tangierte Bereiche der U-Bahn. Anschließend wurde der Marlene-Dietrich-Platz aufgewertet.
  • „Am Tacheles“: Für diesen Gebäudekomplex wurden besondere Außenanlagen in Innen- und Lichthöfen geschaffen. Passagen wurden mit Brücken überspannt und bepflanzt. Pflasterarbeiten in Oktagonform mit beigen und braunen Klinkern erforderten eine Maßanfertigung von 8.000 handbearbeiteten und zugeschnittenen Steinen. Angrenzend am Aaron-Bernstein-Platz wurden fast 50 Bäume gepflanzt, mit Basalt-Kleinsteinpflaster umrahmt und durch ein Granit-Plattenband sowie eine wassergebundene Wegedecke ergänzt. Eine durchgehende Holzbank aus Schweizer Eiche bildet das Herzstück.
  • Charlie Living: Für das Wohnviertel in der Nähe des Checkpoint Charlie wurde ein geschliffener Gussasphalt für die Wege verwendet. Durch unterschiedliche Bearbeitung und Begrünung der Innenflächen entstanden Kontraste. Verschiedene Pflanzungen an den terrassenartig angelegten Gebäuden schufen in den Innenhöfen eine Wadi-Atmosphäre, die eine grüne Oase in der Großstadt bildet.

Jens Duckstein, Zeppelin Vertriebsdirektor und Niederlassungsleiter Berlin, bestätigt die besondere Stellung von Otto Kittel: „Es gibt nur wenige Anbieter in Berlin, die solche Projekte realisieren können.“

Zukunftsorientierung und Klimaresilienz in der Stadtentwicklung

Otto Kittel verfolgt die Strategie der Großprojekte auch am Standort Zorbau bei Leipzig. Mit über 150 Mitarbeitern besetzt das Unternehmen Nischen in der grünen Branche. André Heyner betont die Notwendigkeit, Schwerpunkte immer wieder zu verlagern und sich anzupassen.

Ein wachsendes Thema ist die Mitwirkung an der klimaresilienteren Gestaltung Berlins. Dabei geht es darum, Grünflächen widerstandsfähiger gegen die Belastungen des Klimawandels zu machen und Regenwasser im Rahmen des „Schwammstadt“-Konzepts zur Bewässerung von Pflanzen und Grünanlagen zu nutzen. Dieses Thema wird zukünftig eine immer größere Rolle spielen.

27.08.2025

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