Wettbewerbe und Jubiläen

Deutscher Innovationspreis Gartenbau 2019 verliehen

Die Preisträger des Deutschen Innovationspreises Gartenbau 2019 wurden am 6. September 2019 in Heilbronn ausgezeichnet. Hans-Joachim Fuchtel überreichte die Auszeichnungen für innovative Projekte in drei Kategorien.

Drei innovative Projekte ausgezeichnet

In diesem Jahr wurden drei Projekte prämiert. Die Firma Pellens Hortensien aus Geldern erhielt eine Auszeichnung für ihre farbstabilen Hortensien-Mixtöpfe unter dem Markennamen „Colour Club“. Der Gartenbaubetrieb Jörg Reischl wurde für das Projekt „EMMA – Selbstfahrende Ameise für ein Mobiltischsystem“ geehrt. Eine weitere Auszeichnung ging an die Verbandsgemeinde Schweich und die Vermarktungskooperation R.O.L.T. EWIV für ihr Projekt „Eist Uebst a Geméis“.

Kategorie „Pflanze“: Farbstabile Hortensien-Mixtöpfe

In der Kategorie „Pflanze“ siegte die Firma Pellens Hortensien mit ihren farbstabilen Hortensien-Mixtöpfen „Colour Club“. Die Jury hob hervor, dass es dem Unternehmen durch umfangreiche Versuchsreihen gelungen ist, Sortenkombinationen zu entwickeln. Diese zeigen bei identischer Kulturführung, bezüglich Substratwahl und Düngung, eine attraktive divergente Farbausprägung. Bei der Produktentwicklung wurde der Nachhaltigkeitsgedanke berücksichtigt, da die Stabilität der Pflanzung für den Verbraucher ein wichtiges Kriterium darstellt.

Kategorie „Technik“: „EMMA“ für Mobiltischsysteme

Der Gartenbaubetrieb Jörg Reischl aus Duderstadt gewann in der Kategorie „Technik“. Sein Projekt „EMMA“ ist eine selbstfahrende Ameise, die für die nachträgliche Automatisierung von Roll- und Mobiltischen in bestehenden Gartenbaubetrieben konzipiert wurde. Das Gerät übernimmt den Transport von Tischen selbsttätig. Die Jury betonte, dass das System einfach, preiswert und ohne großen Aufwand in den Betriebsablauf integrierbar ist. Es bietet mittleren Gartenbaubetrieben eine Automatisierungsoption, die ansonsten unterhalb der kritischen Masse vollautomatischer Produktionssysteme liegen.

Kategorie „Kooperation/Betriebsorganisation/Unternehmenskonzepte“: „Eist Uebst a Geméis“

In der Kategorie „Kooperation/Betriebsorganisation/Unternehmenskonzepte“ wurde das Projekt „Eist Uebst a Geméis“ der Verbandsgemeinde Schweich und der Vermarktungskooperation R.O.L.T. EWIV ausgezeichnet. Bereits vor 15 Jahren schlossen sich Obstbauern aus der Region Trier und Luxemburg zur Region Obst Luxemburg-Trier EWIV (ROLT-EWIV) zusammen. Unter dem moselfränkischen Label „Eist Uebst a Geméis“ werden die Produkte im Einzelhandel des Dreiländerecks vermarktet. Die Jury befand, dass die Kooperation Lehrbuchcharakter besitzt und Erzeuger und Verbraucher wieder näher zusammenbringt.

Der Deutsche Innovationspreis Gartenbau wird seit 1997 jährlich vom Bundeslandwirtschaftsministerium verliehen und ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert.

08.09.2019

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