Achtung, Insektenfreunde: Der Pflanzwettbewerb 2023 startet!
Die Berliner Stiftung für Mensch und Umwelt veranstaltet zum achten Mal den bundesweiten Wettbewerb „Wir tun was für Bienen!“. Prämiert werden insektenfreundliche Gärten und Aktionen. Der Wettbewerb bietet Preise im Gesamtwert von über 10.000 Euro.
Gesuchte Projekte und Flächen
Gesucht werden insektenfreundlich umgestaltete Flächen. Dazu zählen Privatgärten und Balkone, aber auch Gärten von Firmen, Schulen, Kitas und Kleingärtnern sowie kommunale Flächen. Die Initiative betont die Bedeutung heimischer Pflanzen, da viele gezüchtete Blumen für Wildbienen ungeeignet sind.
Um die biologische Vielfalt vor Ort zu fördern, wählen Sie am besten heimische Pflanzen, Wildstauden, Kräuter und Gehölze. Auch Strukturen wie Sandlinsen, Totholz und Wasserstellen gehören zu einem Naturgarten. Davon profitieren Vögel, Igel, Kröten, Eidechsen, Insekten und viele mehr.
Dies erklärt Dr. Corinna Hölzer, Leiterin der Stiftung für Mensch und Umwelt und Initiatorin von Deutschland summt! Eine britische Studie zeigt, dass bereits vier Quadratmeter große Wildblumenoasen die Bestäubervielfalt erhöhen können.
Teilnahme und Wirkung
Engagierte Gruppen oder Einzelpersonen können ihre Umgebung gemeinsam aufblühen lassen. Durch Informationsaktionen und Social Media sollen sie andere auf die Bedeutung des Themas aufmerksam machen. Dies kann auch Mitbürger, Lokalpresse und Politik erreichen. Insbesondere Gruppen wie Sportvereine, Kollegien, Nachbarn oder Familien sind zur Teilnahme aufgerufen.
Die gemeinsame Gestaltung ist kostengünstig und effizienter als Einzelaktionen. Für die besten Beiträge gibt es Geldpreise von bis zu 400 Euro. Der Wettbewerb umfasst zehn Kategorien, sodass für jede Fläche eine Teilnahmemöglichkeit besteht. Pflanzaktionen können ab sofort gestartet und mit Fotos dokumentiert werden. Das Hochladen von Bildern und Berichten ist vom 1. April bis 31. Juli 2023 möglich.
Hintergrund und Zielsetzung
Mehr als die Hälfte der über 560 heimischen Wildbienenarten ist in ihrem Bestand bedroht. Ursachen sind die Zerstörung von Nistplätzen sowie die Vernichtung oder Verminderung ihrer Nahrung. Die Initiative Deutschland summt! wirkt diesen Entwicklungen seit 2016 mit ihrem Pflanzwettbewerb entgegen. Der Wettbewerb trägt seit diesem Jahr den Namen „Deutschland summt!-Pflanzwettbewerb“.


