Zentralschweizer Team triumphiert bei der Meisterschaft
Zum siebten Mal veranstaltete JardinSuisse, der Unternehmerverband Gärtner Schweiz, den Berufswettbewerb der Landschaftsgärtner. Zwölf Zweierteams aus allen Landesteilen der Schweiz traten bei sommerlichem Wetter auf dem Messegelände der öga10, der Fachmesse der grünen Branche, um den Meistertitel an. Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse beim Fachpublikum.
Die neuen Schweizer Meister im Garten- und Landschaftsbau kommen aus der Fachsektion Zentralschweiz. Andreas Stadlin (Roth Gartenbau AG, Walchwil) und Christof Schweizer (Maurer Gartenbau AG, Reiden) erreichten die höchste Punktzahl. Sie zeichneten sich durch Engagement, Fairness und fachliche Exzellenz aus.
Mit ihrem Sieg qualifizierten sich die beiden für die Teilnahme an der Berufsweltmeisterschaft 2011 in London.
Weitere Podestplätze für Bern
Den zweiten Platz belegte Team 2 der Fachsektion Bern mit Stefan Küng (Yasiflor GmbH, Schwarzenburg) und Jannik Sager (Pfister Animaflor AG, Zweisimmen). Sie qualifizierten sich damit für die Europäische Berufsmeisterschaft in Räpina.
Auf dem dritten Rang platzierte sich Team 1 der Fachsektion Bern mit Michael Balmer (Aemmer Heinz AG, Lyss) und Florian Bürki (Andreas Meier AG, Niedergösgen). Somit standen zwei Berner Teams auf dem Siegerpodest.
Hohes Publikumsinteresse und optimale Bedingungen
Rund 23.600 Besucher verfolgten den Wettbewerb. Die Organisation durch Projektleiter Otti Rütter von JardinSuisse gewährleistete optimale Bedingungen für die Teilnehmer.
Wettbewerbsaufgabe: Garten im Pocket-Format
Die Aufgabe bestand darin, innerhalb von zwei Tagen einen 4 x 4 Meter großen Garten nach Plan zu gestalten. Die Materialien wurden von Sponsoren bereitgestellt.
Zum Leistungsumfang gehörten:
- eine Sitzmauer mit Holzabdeckung,
- ein Platz aus Tegula-Kreispflästerung,
- ein Wasserbecken mit angrenzender Sandsteinmauer,
- eine Rasenfläche aus Rollrasen hinter der Sitzmauer.
Die Bepflanzung mit Gehölzen, Stauden, Bodendeckermatten und Wechselflor wurde, mit Ausnahme der Großpflanzen, von den Kandidaten selbst gestaltet.
Bewertung nach fachlichen und sozialen Kriterien
Nach zwei intensiven Wettkampftagen überzeugten die Ergebnisse. Die Experten bewerteten die Arbeiten nach festgelegten Kriterien.
Neben Quantität und Ausführungsgenauigkeit flossen folgende Aspekte in die Beurteilung ein:
- fachgerechte Materialbearbeitung,
- Umgang mit Werkzeugen und Maschinen,
- Teamarbeit und Ordnung,
- Gestaltung der Bepflanzung,
- Einhaltung der Arbeitssicherheitsvorschriften.
Eure Leistung an der Meisterschaft ist ein wichtiger Beitrag für das Ansehen unseres Berufsstandes!
Dies betonte Ueli Leuthold, Chefexperte, bei der Rangverkündigung. Er dankte zudem den Experten, Sponsoren und der Organisation für die Unterstützung.
Lorenz Arbogast, Weltmeister von Helsinki 2005, wirkte ebenfalls als Experte mit und zeigte sich erfreut über den Sieg eines Teams aus seiner Fachsektion Zentralschweiz.
Blick auf die WorldSkills 2011
Das Siegerteam zeigte Nervenstärke, Teamfähigkeit, Fachwissen und praktisches Können. Dieses Know-how soll nun für die WorldSkills 2011 in London weiter vertieft werden.
Die Rangliste
- Andreas Stadlin, Zug – Lehrbetrieb: Roth Gartenbau AG, Walchwil
- Christof Schweizer, Strengelbach – Lehrbetrieb: Maurer Gartenbau AG, Reiden
- Stefan Küng, Schwarzenburg – Lehrbetrieb: Yasiflor GmbH, Schwarzenburg
- Jannik Sager, Matten – Lehrbetrieb: Pfister Animaflor AG, Zweisimmen
- Michael Balmer, Büetigen – Lehrbetrieb: Aemmer Heinz AG, Lyss
- Florian Bürki, Stüsslingen – Lehrbetrieb: Andreas Meier AG, Niedergösgen
