Fusion von Wacker und Neuson treibt internationales Wachstum und Vertriebsausbau voran
Drei Jahre nach dem Zusammenschluss von Wacker Construction Equipment AG und Neuson Kramer Baumaschinen AG zieht der Wacker Neuson Konzern eine positive Zwischenbilanz. Die Strategie, Baugeräte und kompakte Maschinen aus einer Hand anzubieten, habe sich nach Unternehmensangaben erfolgreich entwickelt.
Der Zusammenschluss wurde am 31. Oktober 2007 vollzogen. Seit Februar 2009 firmiert das Unternehmen als europäische Aktiengesellschaft unter dem Namen Wacker Neuson SE.
Gemeinsame Wachstumsstrategie im Fokus
Ausgangspunkt der Fusion waren zwei familiengeführte Unternehmen mit ähnlicher Ausrichtung auf Technik, Qualität und internationale Expansion. Ein zentrales Ziel bestand darin, Vertriebssynergien zu nutzen und das Produktportfolio zu erweitern.
Durch die Integration von Compact Equipment in das bestehende Vertriebsnetz für Light Equipment entstand ein Anbieter mit einer breit aufgestellten Produktpalette aus Baugeräten, kompakten Maschinen und Dienstleistungen.
Der Konzern arbeitete zudem an einer gemeinsamen Unternehmenskultur und führte konzernweit neue Geschäftsprozesse ein. Dazu zählt auch die Einführung von SAP-Systemen.
Hohe Nachfrage nach Komplettangeboten
Nach Angaben des Unternehmens profitieren Kunden insbesondere davon, Maschinen, Geräte, Mietangebote und Serviceleistungen aus einer Hand zu erhalten. In der Schweiz erreichte Wacker Neuson dadurch ein Wachstum von zehn Prozent bei einem allgemeinen Branchenwachstum von lediglich einem Prozent.
Auch auf der Messe bauma in München zeigte sich die Wirkung der gemeinsamen Marktpräsenz. Dort lag der Auftragseingang nach Unternehmensangaben 25 Prozent über dem Niveau von 2007.
Expansion in internationale Märkte
Seit der Fusion wurden kompakte Maschinen aus den Werken in Linz und Pfullendorf in zahlreichen internationalen Märkten eingeführt. Dazu zählen Nord- und Südamerika, Südafrika, der Nahe Osten sowie weitere europäische Länder.
Besondere Bedeutung misst Wacker Neuson dem US-Markt bei. Dort sollen die kompakten Maschinen langfristig stärker etabliert werden.
Zusätzliche Wachstumsimpulse erwartet das Unternehmen durch die Allianz mit Caterpillar. Der Baumaschinenhersteller vertreibt Minibagger bis drei Tonnen Einsatzgewicht aus der Produktion von Wacker Neuson künftig über sein eigenes Vertriebsnetz.
Ausbau der Produktionskapazitäten
Um weiteres Wachstum zu ermöglichen, investierte der Konzern in neue Produktionsstandorte. Innerhalb von drei Jahren entstanden neue Werke in:
- Korbach
- Pfullendorf
- Norton Shores (USA)
- Manila (Philippinen)
Zusätzlich ist ein Neubau des Werks in Linz geplant. Die Produktionsstandorte sollen moderne Fertigungsprozesse und nachhaltige Produktionsmethoden ermöglichen.
Potenzial in Bauwirtschaft und Landwirtschaft
Neben der Bauwirtschaft sieht Wacker Neuson auch in der Landwirtschaft weiteres Wachstumspotenzial. Die zunehmende Technisierung landwirtschaftlicher Betriebe erhöhe die Nachfrage nach kompakten und wendigen Maschinen.
Davon profitieren auch Anwendungen im Garten- und Landschaftsbau, in denen kompakte Maschinen und flexible Gerätelösungen zunehmend gefragt sind.
Nach dem starken Umsatzrückgang im Jahr 2009 sieht sich der Konzern inzwischen wieder auf Wachstumskurs und will international weiter expandieren.
