Park- und Aussenanlagen

Dritter Berliner PikoPark und Trittsteinbiotop eingeweiht

Die Wohnungsbaugenossenschaft Märkische Scholle hat in Berlin den dritten PikoPark und ein naturnahes Trittsteinbiotop eröffnet. Diese Projekte sollen Bewohnern naturnahe Gestaltungsformen im Wohnumfeld näherbringen und die Artenvielfalt fördern.

Neue Grünflächen für mehr Artenvielfalt in Berliner Wohnquartieren

Die Wohnungsbaugenossenschaft Märkische Scholle hat in Zusammenarbeit mit der Stiftung für Mensch und Umwelt den dritten Berliner PikoPark eröffnet. Gleichzeitig wurde ein kleineres, naturnahes Trittsteinbiotop im selben Quartier eingeweiht. Diese Projekte sollen Bewohnern die Möglichkeit geben, naturnahe Gestaltungsformen im Wohnumfeld kennenzulernen.

Der 300 Quadratmeter große PikoPark zeichnet sich durch eine organische Linienführung von Beeten und Wegen aus. Ein zentraler Platz mit Sitzbänken lädt zum Verweilen ein. Die Gestaltung umfasst drei Themenbeete mit Totholz, Natursteinmauern und einer Eidechsenburg, die darauf abzielen, verschiedene Tierarten anzulocken, die in monotonen Rasenflächen selten vorkommen.

Wir haben den Wert von biologischer Vielfalt vor den Haustüren unserer Mitglieder erkannt.

Das 20 Quadratmeter große Trittsteinbiotop bietet auf kleiner Fläche heimische Stauden und Naturstrukturen. Es wurde in einem Schattenbereich angelegt, wo zuvor kein Pflanzenwachstum möglich war. Solche naturnahen Inseln sind wichtig für Wildtiere wie Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer, Vögel, Igel, Eidechsen und Kröten, da sie Nahrung, Verstecke, Wärme, Brutplätze und Überwinterungsmöglichkeiten bieten.

Die Stiftung für Mensch und Umwelt begrüßte das Engagement der Märkischen Scholle.

Ein schönes Zeichen der Märkischen Scholle, Verantwortung zu übernehmen und dem Schwinden der heimischen Pflanzen- und Tierarten etwas entgegenzusetzen. Und es sieht noch gut aus!

Kathrin Heinze vom Senat für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz, der die Kommunikations- und Partizipationsleistungen für drei Trittsteinbiotope fördert, äußerte sich ebenfalls positiv.

Wir hoffen, dass Trittsteinbiotope und PikoParks in Berliner Wohnquartieren zukünftig häufig zu sehen sind und sich immer mehr Mieterinnen und Mieter an solch kleinen Erlebnis- und Verweilorten erfreuen können.

Hintergrund der naturnahen Gestaltung

PikoParks sind ein relativ neues Konzept für Grünflächen, das bisher in sechs deutschen Städten umgesetzt wurde. Die Stiftung für Mensch und Umwelt realisierte 2021 den ersten Berliner PikoPark bei der Wohnungsbaugenossenschaft Freie Scholle, gefolgt von einem weiteren beim BWV – Beamten Wohnungsbauverein in Marienfelde. Der nun eingeweihte PikoPark in Reinickendorf ist der dritte seiner Art in Berlin.

Die kleineren Trittsteinbiotope in Wohnquartieren wurden 2022 von der Stiftung umgesetzt. Die Einweihung eines dritten Trittsteinbiotops im Wedding, das eine Entsiegelung und naturnahe Gestaltung einer Fläche umfasst, ist für den 6. Oktober 2022 geplant. Der Senat für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz unterstützte den ersten Berliner PikoPark sowie die drei neuen Trittsteinbiotope. Diese Art der naturnahen Gestaltung steht im Einklang mit der Berliner Biodiversitätsstrategie und zeigt, dass ökologische Aufwertung, Ästhetik und die Akzeptanz der Bewohner miteinander vereinbar sind. Begleitend wurden Umfragen bei Mietern und Hauswarten durchgeführt.

Ein Kurzvideo zu den Trittsteinbiotopen und eine Broschüre sind in Arbeit, um das Interesse an Natur in Wohnquartieren zu fördern.

Über die Stiftung für Mensch und Umwelt

Die Stiftung für Mensch und Umwelt wurde im September 2010 als gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Berlin gegründet. Sie ist bekannt für ihre Initiativen "Berlin summt!" und "Deutschland summt! Wir tun was für Bienen", mit denen sie seit zwölf Jahren auf Maßnahmen gegen das Bienensterben aufmerksam macht. Es entstand ein "Deutschland summt!"-Netzwerk mit über 35 Gemeinden, Kommunen und Landkreisen.

Zu den Aktivitäten der Stiftung gehören Wanderausstellungen, Umweltbildung für Kinder, ein bundesweiter Pflanzwettbewerb, Gartenseminare sowie die naturnahe Planung, Umgestaltung und Pflege von Freiflächen. Diese Angebote werden mit Umweltbildung für Entscheider, Mieter, Hauswarte und Gartendienstleister kombiniert.

02.10.2022

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