Erster Test unter optimalen Bedingungen
Der erste Test fand auf einem Putting- und einem Pitching-Grün bei gutem Wetter statt. Die Arbeitstiefe wurde auf 7 cm eingestellt, entsprechend der Wurzeltiefe von etwa 5 cm. Ein Kubota STa Schlepper mit 30 PS und 50 kg Frontgewicht erwies sich als ausreichend motorisiert und gut fahrbar, auch im unwegsamen Gelände des Golfclubs.
Die Treue der Grüns wurde kaum beeinträchtigt. Die kleinen Löcher waren nach drei Tagen kaum noch sichtbar und zugewachsen. Das Ergebnis der Maßnahme war positiv für Gesundheit, Farbe und Wachstum der Grüns. Ein Faulgeruch war nicht festzustellen, jedoch ein starker Tannengeruch von Baumwurzeln im Boden. Die Grüns zeigten anschließend eine höhere Stresstoleranz, und der Pilzbefall ging im Vergleich zu anderen Grüns zurück.
Zweiter Test unter feuchten Bedingungen
Der zweite Test im September erfolgte nach einer Periode feuchten Wetters, die die Push-up-Grüns aufgeweicht hatte. Diesmal wurde ein Iseki-Traktor mit 35 PS eingesetzt, der kein Frontgewicht benötigte. Die Arbeit verlief besser als erwartet. Es wurden sechs Grüns und ein Putting-Grün bearbeitet.
Die feuchte Witterung führte dazu, dass die Grasnarbe um die Einstichlöcher der luftdruckbetriebenen Zinken stark angehoben wurde, was die Treue der Grüns für zwei Tage beeinflusste. Ein Querschneiden der Grüns zur Fahrtrichtung war nicht möglich, um ein Skalpieren der Grasnarbe zu vermeiden. Die Niederhalter mussten leicht über der Narbe eingestellt werden, um Beschädigungen zu verhindern.
Für die sieben Grüns wurden etwa 3,5 Stunden benötigt. Dies lässt den Schluss zu, dass eine 18-Lochanlage (ca. 1 ha Grünsfläche) an einem Tag aerifiziert werden kann. Das Ergebnis war deutlicher sichtbar und auch geruchlich wahrnehmbar; bei einigen Grüns war der Geruch intensiv. Grün 14, das zuvor das ganze Jahr mit Anthracnose zu kämpfen hatte, zeigte eine Woche nach dem AER-AID-Einsatz keine Anzeichen des Befalls mehr, trotz der feuchten Bedingungen während der Arbeiten.
Bereits nach zwei Tagen zeigten die Grüns grüne Streifen statt der üblichen grünen Punkte nach dem Aerifizieren. Der durch Kälte und Feuchtigkeit (anaerobe Verhältnisse) gebundene Dünger wurde unerwartet freigesetzt und förderte die Heilung der Löcher. Eine Woche nach dem Einsatz wurde in den Löchern ein starkes Wurzelwachstum bis zu 8 cm Tiefe festgestellt.
Fazit des Head-Greenkeepers
Die Ergebnisse waren sehr gut, besonders bezüglich des Rückgangs der Anthracnose. Auch die Wurzeltiefe sowie der farbliche Aspekt haben überzeugt.
