Gehölze als neue Modulbausteine für vielfältige Pflanzkonzepte
Seit 2014 arbeitet der BdS-Arbeitskreis Pflanzenverwendung an der Integration von Gehölzmodulen. Die Gehölze sollen jährlich bodennah zurückgeschnitten werden („coppicing“), um sie kompakt zu halten und einen kräftigen Austrieb zu fördern. Dieses Verfahren schafft dichte, strukturreiche Pflanzbilder und erweitert die gestalterische Bandbreite.
„Die Blattformen, Laubfarben und attraktiven Rindenfärbungen der unterschiedlichen Gehölze sollen als Ergänzung zu den Blüten der Stauden zukünftig eine wesentliche Rolle in den Modulen spielen“, so Schmidt.
Mit der Integration von Gehölzen gewinnen die Module an Struktur und Ganzjahreswirkung. Neben den Blütenaspekten rücken damit auch Blatt- und Rindenmerkmale stärker in den Fokus. Für Planer und Ausführende entsteht ein differenziertes Instrument zur Gestaltung größerer Flächen.
Spartenübergreifende Zusammenarbeit im Gartenbau
Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) beteiligt sich offiziell an der Zusammenarbeit und stellt, wie der BdS, die erforderlichen Pflanzen für die Versuche zur Verfügung. Die Praxisversuche starteten im April 2018 an sechs verschiedenen Standorten.
„Die fachliche Erweiterung des Themas um Gehölze ist für alle beteiligten Pflanzenexperten spannend und erfreulich“, betont Schmidt, Leiter des Sichtungsgartens in Weinheim.
Erste Ergebnisse aus den Versuchsreihen werden für 2022 erwartet. Ziel ist es, die komplexeren Module hinsichtlich Etablierung, Pflegeaufwand und gestalterischer Wirkung belastbar zu bewerten. Für den Gartenbau entstehen damit weitere standardisierte Lösungen für dauerhafte, ökologisch wertvolle Pflanzungen.
„Ich begrüße die spartenübergreifende Zusammenarbeit sowohl in Bezug auf eine gute Kundenorientierung als auch zur Bereicherung der Artenvielfalt“, erklärte Michael Moll.
Nach Einschätzung von Michael Moll, Vorsitzender des Bundes deutscher Staudengärtner, bieten die erweiterten Module Kunden eine komfortable und weitreichende Vorlage zur Gestaltung größerer Flächen. Die Kombination aus Stauden, Geophyten und künftig auch Gehölzen stärkt die Artenvielfalt und schafft attraktive, praxiserprobte Pflanzkonzepte für Menschen und Tiere.
