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Erster digitaler Deutscher Torf- und Humustag: Branche diskutiert Torfminderungsstrategie

Der erste digitale Deutsche Torf- und Humustag versammelte über 100 Branchenvertreter. Im Fokus stand die Torfminderungsstrategie der Bundesregierung und ihre Auswirkungen. Politik und Branche müssen eng zusammenarbeiten, um tragfähige Lösungen zu finden.

Zentrale Themen und Referenten des Torf- und Humustags

Am 4. November 2021 fand der erste digitale Deutsche Torf- und Humustag statt. Über 100 Vertreter der Erdenbranche nahmen an der Veranstaltung teil, die jährlich vom Industrieverband Garten (IVG) e.V. organisiert wird. Der IVG vertritt die Hersteller von Blumenerden und Kultursubstraten in Deutschland.

Wir sind mit der Beteiligung sehr zufrieden.

Dies erklärte Anna Hackstein, Geschäftsführerin des IVG. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand die Torfminderungsstrategie der Bundesregierung und deren Auswirkungen auf die Branche.

Eine Diskussionsrunde eröffnete das Programm. Teilnehmer waren Gero Hocker (FDP), Simon Tabeling (Hawita), Ulrich von Glahn (Floragard Gruppe) und Anna Hackstein (IVG). Sie erörterten die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Torfminderungsstrategie. Ein zentrales Fazit war, dass Politik und Branche auf Augenhöhe zusammenarbeiten müssen, um ein für beide Seiten tragfähiges Ergebnis bei der Torfminderungsstrategie zu erzielen.

Anschließend referierte Matthias Hladky, Leiter Projektentwicklung bei CPC Germania, über Erfahrungen und den Entwicklungsstand erneuerbarer Energien in Deutschland sowie deren Nutzen für die Torfindustrie.

Cecilia Luetgebrune, Generalsekretärin von Growing Media Europe AISBL, beleuchtete in ihrem Vortrag „Quo Vadis, Peat? Eine Einschätzung aus europäischer Sicht“ den zunehmenden politischen Druck auf Torf in Europa und die nationalen Unterschiede. Sie zeigte auf, welche Erwartungen die Politik an die Erdenindustrie hat und wie diese darauf reagieren kann.

Nach einer Mittagspause führte Dr. Thomas Schmidt, Dipl. Ing. agr. im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, das Thema auf nationaler Ebene fort. Sein Vortrag „Die Torfminderungsstrategie des BMEL. Wie geht es weiter?“ skizzierte die Kernpunkte der Strategie und deren Bedeutung für die gesamte Branche.

Den Abschluss des digitalen Deutschen Torf- und Humustags bildete Christian Nienhusmeier, Sales Manager bei Premier Tech Systems and Automation. Er sprach über „Aktuelle Trends und Entwicklungen in der Substratproduktion sowie Ausblick in die Zukunft“. Anna Hackstein blickte am Ende der Veranstaltung ebenfalls in die Zukunft und lud die Teilnehmer zum nächsten Deutschen Torf- und Humustag nach Bad Zwischenahn ein.

05.11.2021

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