Aus- und Weiterbildung

EVB BauPunkt Fachhändler Dubick & Stehr bildet Asylbewerber aus

Ein Hamburger Fachhändler für Baumaschinen bildet einen Asylbewerber aus Ecuador zum Land- und Baumaschinenmechatroniker aus. Diese Initiative soll dem Fachkräftemangel entgegenwirken und bietet dem jungen Mann eine Perspektive.

Engagement und Integration im Hamburger Betrieb

„Darvin hat richtig Lust, etwas im handwerklichen Bereich zu tun, auch wenn er dabei mit Ölen und Fetten in Berührung kommt“, sagt Olaf Nagel. „Ich habe die Entscheidung noch keinen Tag bereut.“

Der Kontakt zu Darvin Gonzales entstand über ein Schulpraktikum. Trotz anfänglicher Sprachbarriere – Darvin sprach mit 16 Jahren bei seiner Ankunft in Deutschland kein Deutsch – schloss er die Hauptschule erfolgreich ab. Mittlerweile beherrscht er die deutsche Sprache gut, lediglich das Schreiben erfordert noch Übung.

Nach dem Praktikum bot Olaf Nagel zunächst ein Langzeitpraktikum an, das er bereits nach zwei Wochen in ein reguläres Ausbildungsverhältnis umwandelte. Nagel hebt die positive Einstellung seines Auszubildenden hervor:

„Er ist geschickt mit den Händen, weil er auf dem Bauernhof seiner Großmutter aufgewachsen ist, außerdem sieht er die Arbeit. Und gibt es mal gerade nichts für ihn zu tun, schnappt er sich den Kehrbesen.“

Olaf Nagel, dessen Unternehmen der EVB BauPunkt Einkaufs- und Handelsgemeinschaft angehört, empfiehlt anderen Betrieben, ebenfalls Nachwuchskräfte unter Migranten und Asylbewerbern zu suchen. Er betont jedoch die Notwendigkeit eines ausreichenden Sprachniveaus für die dreieinhalbjährige Ausbildung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker. Zudem sei es wichtig, die eigenen Mitarbeiter in das Integrationsprojekt einzubeziehen.

Unterstützung und langfristige Perspektiven für Darvin Gonzales

Die Zusammenarbeit mit der Hamburger Ausländerbehörde verlief laut Nagel reibungslos. Es wurde eine Ausbildungsduldung erteilt, die Darvin ermöglicht, seine gesamte Lehrzeit bei Dubick & Stehr zu verbringen.

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung darf er weitere zwei Jahre im Unternehmen beschäftigt werden. Diese Zeit soll genutzt werden, um das Asylverfahren abzuschließen. Damit besteht die Möglichkeit einer dauerhaften Beschäftigung bei dem Hamburger Fachhandelsunternehmen.

„Ich bin sehr dankbar, dass mich mein Meister von Beginn an unterstützt hat“, betont Olaf Nagel.

Nagel äußert den Wunsch, dass Darvin dauerhaft im Unternehmen bleiben kann, ein Wunsch, den auch seine Kollegen teilen.

11.02.2020

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